Erstellt am 21. Mai 2016, 06:04

von Josef Christelli

"Das erspart lebenslanges Leid". Gegen sexuellen Missbrauch: Die Volksschulen Asparn und Ladendorf buchten Rosenberg-Projekt.

„Mein Körper gehört mir“ in Asparn und Niederleis: Wolfgang Trenner, Helene Sust, Florian Burr, Karin Haderer, Michael Rosenberg, die Schulleiter Johann Keintzel (Asparn) und Dagmar Gruber (Niederleis) sowie die Gemeinderäte Helmut Riepl und Markus Fally am NÖN-Foto.  |  NOEN, Josef Christelli

Die Volksschulen der beiden Orte haben mit "Mein Körper gehört mir!" ein gemeinsames Projekt gestartet: Den Kindern wurden von Profis Tipps auf den Weg mitgegeben, wie sie sich vor sexuellem Missbrauch besser schützen können. Ganz wichtig dabei: Das Nein-Sagen bei Aktionen, die unangenehm sind.

Die 3. und 4. Klassen der Volksschulen hatten das lehrreiche Programm vorige Woche vermittelt bekommen, jetzt wurde auch den Eltern dieses Präventionsstück in der Schule in Asparn vorgeführt.

Die Eltern waren begeistert und zeigten an dem vom Lions-Club geförderten Projekt enormes Interesse: „Man hat Angst davor, solche Themen in der Familie anzusprechen“, so eine Mutter zweier Töchter.

Vermittelt werden die Inhalte als Theaterstück: Die Schauspieler Helene Sust und Florian Burr brachten sie teils mit Spaß, teils auch mit Nachdruck, sodass die Eltern beeindruckt waren: „Das Ja oder besonders das Nein-Gefühl theatralisch mit einem Schrei zum Ausdruck zu bringen, könnte manchen Missbrauch verhindern. Die haben das sehr gut gebracht“, war sich eine Mutter nach der Abendvorstellung für die Elternvereine sicher.

Das Projekt wird vom Lions-Club unterstützt und gefördert und dafür ist Michael Rosenberg im Vorjahr mit dem Fahrrad quer durch Europa nach Spanien geradelt und hat für dieses Projekt Spenden gesammelt - die NÖN berichtete damals ausführlich darüber: „Wenn man so etwas vorher verhindern kann, erspart man einer Familie ewiges Leid“, so Rosenberg über den Sinn des Projektes.

Die Gemeinden Niederleis und Asparn leisteten einen finanziellen Beitrag, um das rund 1.500 Euro teure Projekt umzusetzen. Rosenberg und der Lions-Club machten dafür 1.000 Euro locker.