Erstellt am 13. Januar 2016, 05:03

von Michael Pfabigan

„Das ist nichts für sensible Menschen“. Tierschützer wollen bei Gatterjagd Tierquälerei dokumentiert haben.

Das Reh hat sich die Schnauze, den Äser, am Zaun blutig geschlagen. Der VgT will bei einer Gatterjagd in Ödenkirchen Tierquälerei dokumentiert haben.  |  NOEN, VgT
Rehe, die in Todesangst „in vollem Galopp“ gegen einen Zaun springen und sich verletzen, angeschossene Wildschweine, die von Hunden gehetzt werden: Der Verein gegen Tierfabriken (VgT) will bei einer Gatterjagd in Ödenkirchen im Ernstbrunner Wald „unfassbare Tierquälereien“ dokumentiert haben. Die Jäger weisen die Vorwürfe von sich.

Vergangenes Wochenende fand im Jagdgatter beim Forsthaus an der B40 im Jagdgatter der Prinzhorn KG eine Treibjagd statt: „Was sich den Kameras der Tierschützer zeigte, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen“, zeigt sich Tierschützer Martin Balluch entsetzt: Er selbst habe beobachtet, wie ein Jagdhund ein schwerverletztes Wildschwein über 30 Minuten aus unmittelbarer Nähe verbellt hat, als es sich im Unterholz verkriechen wollte.

„So eine Gatterjagd ist nichts für sensible Menschen. Wer auch nur einen Funken Mitgefühl mit Tieren hat, muss dieses grausame Spektakel grundsätzlich ablehnen!“, findet Balluch. Er fordert das sofortige Aus für Gatterjagden.

Die betroffene Jagdgesellschaft weist alle Vorwürfe von sich, eine mit ihrem Rechtsanwalt abgestimmte Stellungnahme konnten sie bis Redaktionsschluss allerdings nicht übermitteln.