Erstellt am 03. Mai 2016, 15:44

von NÖN Redaktion

Das Museum als Heimat. „Heimat lebt nur durch uns“, zitierte Franz Longin, Landschaftsbetreuer und Sprecher der Südmährer, bei der Saisoneröffnung des Südmährischen Heimatmuseums Laa, das heuer auch sein 30-jähriges Bestehen feiert.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt
Er hob die Bedeutung dieses Museum für die Erinnerung an die alte Heimat hervor. Das Wort „Heimat“ war dann wohl auch das meistverwendete Wort beim Festakt, der am ausgesprochen sonnigen Samstag auf dem Platz vor dem „Alten Rathaus“, dem Sitz des Südmährer Museums, stattfand.

An diese Heimat soll das Museum auch die künftigen Generationen erinnern, betonten die Festredner, unter ihnen der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Völkerverständigung, Josef Höchtl und bedankte sich bei Obfrau Brigitta Appel und ihrem Team für ihre wertvolle Leistung. Wenn die Töne auch leiser würden, so ändere sich doch nichts an der Forderung, die Unrechtsdekrete zu ändern, fügte Longin hinzu.

Bürgermeisterin Brigitte Ribisch, deren Vater selbst vertriebener Südmährer ist, bekräftigte, dass über Unrecht auch gesprochen werden müsse. Und doch berechtige die Heimatliebe nicht dazu, anderen Menschen in Not zu schaden.

Noch ein Schäuferl legte zum Abschluss der evangelische Pfarrer Hans Spiegl im Rahmen der Segnung des neu gestalteten Museums nach. „Wir sind alle Fremde“, sagte er. Keiner der Anwesenden habe in Wirklichkeit seine Wurzeln hier. In 100 Jahren erinnere das Museum vielleicht an eine einstige Heimat in Aleppo.