Erstellt am 01. Oktober 2015, 06:02

von Gerhard Brey

Glasfaser für die Dörfer. Auch die bisher schwer verbindbaren Dörfer wollen schnelles Internet haben und haben sich gemeinsam für einen Anschluss an das Glasfasernetz eingesetzt.

In Rabensburg werden die »schnellen Internetleitungen« bereits verlegt: Bürgermeister Wolfram Erasim, Vizebürgermeister Rudolf Suchyna, Ludwig Schweida sowie von »Leyrer & Graf« Franz Rammel und Peter Schmid.  |  NOEN

Glasfaserinternet - es ist der letzte technologische Stand für ein schnelles und kostengünstiges Internet - gehört inzwischen zu den unverzichtbaren Infrastruktureinrichtungen unserer Zeit.

Regionen und Gegenden, wo das fehlt, haben einen echten Wettbewerbsnachteil, vor allem was ihre wirtschaftliche Weiterentwicklung betrifft. Finanz Online, Elektronisches Bürgerservice der Verwaltungsbehörden, kein Betrieb, keine Gemeinde, ja kaum ein größerer Verein kann heute ohne Homepage leben.

Auf Facebook werden die Veranstaltungen in der Umgebung beworben und man lernt sich oft auch über das Internet kennen und verabredet sich. Die Liste könnte inzwischen endlos fortgesetzt werden und egal, ob Freizeit, Beruf oder Schule und Lernen, das Internet gehört heute längst dazu.

Wenn das nun quälend langsam geht, schafft das auch Ärger und Frustration. So haben gerade die Gemeinden, die in den ehemaligen Regionen am Eisernen Vorhang liegen, aufgeschrien, dass sie in den ersten Plänen für Glasfaserinternet nicht mit eingeplant waren. Das hat sich inzwischen geändert.

In Rabensburg wird schon gegraben

Durch einen FttC-Ausbau wird die Versorgung mit Breitband-Internet wesentlich verbessert und auch für die Zukunft flächendeckend zur Verfügung gestellt. FttC-Ausbau heißt: Auch die Leitungen von der Vermittlungsstelle bis zu einer Zwischenanlage in der Nähe des Kunden sind aus Glasfaser. Von dort bis zum Kunden kommt Kupfer zum Einsatz, noch mehr Qualität und Reichweite.

Nachdem sich in Rabensburg genügend Interessenten gemeldet haben, wurde nun ein konkretes Projekt für die Verlegung des Glasfasernetzes ausgearbeitet und am 14. September mit den Grabungsarbeiten begonnen. Bürgermeister Wolfram Erasim: „Durch die Gemeinde wird anschließend der Gehweg instand gesetzt, Ende Oktober ist mit dem Ende der Arbeiten zu rechnen.“

Ebenso erging es Bernhardsthal. Dort wurden mit großem persönlichem Engagement einiger Gemeindebürger Unterschriften gesammelt (KG Bernhardsthal & Katzelsdorf) und die für diese Gemeinde erforderlichen 200 Stimmen abgegeben. Nun ist die Zusage da, dass auch Bernhardsthal für die Anbindung an das Glasfasernetz vorgesehen ist.

Bürgermeister Johann Bauer: „Auch wir sind fest dran, eine Glasfaseranbindung ans Internet zu bekommen. Wir leiden sogar auf dem Gemeindeamt oft unter dem langsamen Internet und unter Ausfällen. Das wird bald der Vergangenheit angehören. Nun wird eine Anbindung an Herrnbaumgarten geplant, wobei derzeit die Trassenführung der Leitung ausgearbeitet wird. Gerade in Grenznähe und auch für unsere Betriebe - Winzer, Landwirtschaft und Handwerk - ist ein schnelles und sicheres Internet einfach lebenswichtig.“