Erstellt am 06. Januar 2016, 05:03

von Valerie Schmid

Der Arbeitsmarkt bleibt schwierig. Da Annahmen, wie sich Arbeitsmarkt entwickeln könnte, kaum stimmten, präsentiert AMS Projekte, statt zu schätzen.

 |  NOEN, Burggraf

"Mit einer Arbeitsmarktentspannung ist sowohl 2016 als auch in den Folgejahren nicht zu rechnen", verlautbart das AMS Mistelbach. Die Zahl der Jobsuchenden wird einen neuen Rekordwert erreichen: Während österreichweit die Arbeitslosigkeit bei 10 Prozent liegt, liegt sie in Niederösterreich bei 9,7 Prozent.

Auch in Mistelbach wird versucht, mit „zielgerichtetem Personaleinsatz“ und „guter Zusammenarbeit mit anderen Institutionen sowie einem guten Sozialen Netzwerk“ das Niveau hochzuhalten. Um 5,1 Prozent ist die Arbeitslosigkeit im Dezember gegenüber dem Vorjahr in Mistelbach gestiegen. Dramatisch sind dabei die Details: Die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre ist erstmals über die 1.000er-Marke gesprungen, die Zahl derer, die seit länger als einem Jahr auf Jobsuche sind, hat sich fast verdoppelt.

Mageres Wirtschaftswachstum und Konkurrenz

Gründe für hohe Arbeitslosigkeit sind zum einen das magere Wirtschaftswachstum, aber auch eine sich entwickelnde Konkurrenz zwischen Asylberechtigten und Einheimischen strapaziert die Lage. Wobei im Moment schwer einzuschätzen ist, wie viele Asylsuchende tatsächlich bleiben werden.

Durch Aktionen wie dem LOK IN wird versucht, die Qualifikationen von Langzeitarbeitslosen zu steigern. „In Mistelbach haben wir mit LOK IN einen sozialökonomischen Betrieb, der durch die gute Zusammenarbeit einigen Langzeitarbeitslosen wieder eine Chance gegeben hat“, so die Leiterin des AMS Mistelbach, Marianne Bauer.

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Durch die Zusammenarbeit mit dem Frauenberufszentrum sei schon vielen Frauen geholfen worden. Auch bei Jugendlichen, die häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind, setzt das AMS an, um „junge Menschen nicht dauerhaft vom Arbeitsmarkt auszugrenzen“. Nicht zuletzt sei es dem AMS ein Anliegen, durch die Initiative 50+ gezielte Förderungen der Generation 50+ zu bewerkstelligen.

Konkrete Prognosen über das kommende Jahr könnten aber noch nicht gemacht werden, da „sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass immer Überraschungen auf uns warten“.

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