Erstellt am 28. Mai 2016, 12:32

von Benjamin Schlöglhofer und Valerie Schmid

„Der Kampf hat erst begonnen“. Spätestens seitdem Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer es in die Stichwahl zum Bundespräsidenten geschafft haben, ist von tiefen Gräben zwischen „links“ und „rechts“ die Rede.

 |  NOEN, Schmid/Schlöglhöfer
Diese machten sich am Freitagnachmittag am Mistelbacher Hauptplatz bemerkbar: Zwei konträre Lager standen bei Kundgebungen am Hauptplatz gegenüber. Während die FPÖ bei ihrer Veranstaltung „Stoppt den Asylwahnsinn“ Alkohol- und Ausgangsverbot sowie die rasche Rückführung „zum Schutz der Bevölkerung und der Asylwerber“ forderte, plädiert die Sozialistische Linkspartei (SLP) bei ihrer Gegenveranstaltung „Solidarität kennt keine Grenzen“  für eine soziale Flüchtlingspolitik und einer Umverteilung des österreichischen Vermögens.

Beide Veranstaltungen verliefen weitgehend ruhig, die Polizei musste nur einmal einschreiten, als eine Frau das Mikrofon von FPÖ-Sprecher Michael Bernard ergreifen wollte.



Wie konträr die Standpunkte der beiden Lager sind, zeigt sich in den Statements der Sprecher. Während Sonja Grusch von der SLP meint, es sei genug für alle da, es sei nur falsch verteilt, sind die Freiheitlichen Manfred Platschka und Bernard von einer „Islamisierung Mistelbachs“ überzeugt. Ganz anders als bei der SLP, war die Stimmung im blauen Lager aufgeheizt, die Reden glichen dem Endspurt eines Wahlkampfes.

Mehr zu den Demonstrationen am Hauptplatz lesen Sie in Ihrer nächsten Ausgabe der Mistelbacher NÖN!