Erstellt am 24. März 2016, 05:04

von Josef Christelli

Der Platztausch ist fix: Tennisplatz und Clubhaus übersiedeln. Vorvertrag mit der Diözese als Grundeigentümer ist fix: Tennisplatz und Clubhaus übersiedeln, der neue Kindergarten wird am Areal der Sportanlage errichtet.

Tennisplatz und Clubhaus in Ladendorf werden verlegt. An ihre Stelle soll der neue Kindergarten der Gemeinde kommen.  |  NOEN, Josef Christelli

Dem Neubau des Kindergartens dürfte nichts mehr im Wege stehen: Lange hat sich die Suche nach einem Grundstück für die Umsiedelung des Tennisplatzes hingezogen, niemand wollte verkaufen. Ackerland wurde nur zu Bauplatzpreisen angeboten. Jetzt aber hat ÖVP-Gemeinderat Alfred Prinz in schwierigen Verhandlungen einen Vorvertrag mit dem Grundbesitzer Erzdiözese Wien erreicht.

Die Vereinbarungen basieren auf einem Grundtausch mit Aufzahlung. Die Erzdiözese Wien und Grundbesitzer Pfarre Ladendorf überlassen der Gemeinde Ladendorf von dem Grundstück 1.555 ein Teilstück im Ausmaß von 3.000 Quadratmetern. Die Gemeinde tritt daher das Grundstück 321 (Katastralgemeinde Eggersdorf), mit einem Flächenausmaß von 7.330 Quadratmetern, der Pfarre ab und zahlt noch 9.000 Euro drauf. Vorher wurde mehr gefordert.

„Ich bin dagegen, den Tennisplatz zu verlegen, 
nur um Platz für einen neuen Kindergarten 
zu schaffen, den wir nicht brauchen!“
Rainer Pilwarsch,

Die Pfarre Ladendorf half der Gemeinde und intervenierte in Wien, weil die Gemeinde Ladendorf immer bei Sanierungen von Pfarrgütern finanziell mitgeholfen hat, was aber erfolglos blieb. Bevor das Tausch- und Aufzahlungsmodell abgeschlossen ist, braucht es auch noch ein längeres Verfahren: Die Umwidmung von Grünland auf Sportanlage ist im Einvernehmen mit der Erzdiözese bereits eingeleitet, die Teilung der Grundfläche wird noch eine Zeit lang dauern.

Gail (FPÖ): Gezwungenermaßen die beste Lösung"

Der Grundsatzbeschluss zur Unterzeichnung des Vorvertrages wurde jedenfalls gefasst, nur Rainer Pilwarsch von der Bürgerliste MUT hat dagegen gestimmt: „Weil ich dagegen bin den Tennisplatz zu verlegen, nur um Platz für einen neuen Kindergarten zu schaffen, den wir nicht brauchen. Wir könnten das Geld in sinnvollere Projekte stecken, von denen die Ladendorfer mehr hätten“, so Pilwarsch zur NÖN.

Pragmatisch sieht es FPÖ-Mandatar Manfred Gail: „Es ist gezwungenermaßen jetzt die beste Lösung. Das mit der Feldgasse wäre noch teurer geworden“, so Gail zur NÖN, der auch an die Zukunft denkt: „Dann haben wir dort Platz für kommende Projekte, wenn die Volksschule einmal vergrößert werden müsste oder doch eine fünfte Gruppe gebaut werden muss.“ Auch dieser Standort war für den Kindergarten im Gespräch gewesen.

Bürgermeister Manfred Hager (ÖVP) unterzeichnete den Vorvertrag. Alfred Prinz hat den derzeitigen Pächter vom Grundtausch schon vorinformiert, um eine gute Basis für den Start der Bauarbeiten zu schaffen.

Wann der Neubau des Kindergartens startet, ist noch ungewiss. Das kommt auch auf die nächsten Verhandlungen im Gemeinderat an.