Erstellt am 06. Mai 2016, 06:04

von Michael Pfabigan

Der Zaun fehlt!. Gefährliche Umfahrung: Beinahe wöchentlich laufen auf der neuen Straße Rehe in Autos.

Das ging dann auch Jägern ans Herz: Eine trächtige Rehgeiß rannte auf die Umfahrung Hüttendorf und prallte gegen ein Auto. Die Geiß und ihre ungeborenen Kitze wurden auf die Straße geschleudert. Jetzt fordern die Hüttendorfer Jäger einen Wildzaun entlang der geraden Straße: Zur Sicherheit der Autofahrer und des Wildes.  |  NOEN, zVg

 "Wir hatten in den letzten fünf Wochen sechs Stück Fallwild an der neuen Umfahrung Hüttendorf", erzählt Jagdleiter Hannes Wiesinger: „Ein Reh hat sogar die Rettung niedergefahren.

Schlimmster Fall war der, als in ein Auto ein trächtiges Reh gelaufen ist. Durch den Aufprall ist es aufgeplatzt, auf der Straße lagen dann die tote Geiß und ihre zwei kleinen Kitze!“ Kein schöner Anblick, auch für Jäger, die schon viel gesehen haben

Das Problem: Während an der Umfahrung Mistelbach ein Drahtzaun errichtet wurde, damit kein Wild auf die Fahrbahn laufen kann, gibt es diesen bei der Hüttendorfer Umfahrung nicht. „Schwierig ist auch, dass die Autofahrer das Wild wegen des aufgeschütteten Dammes nicht sofort sehen“, sagt der Jäger.

Und das ist gefährlich. Denn die Umfahrung ist eine 1,5 Kilometer lange Gerade und für viele eine Rennstrecke. Begegnen sich da Wild und Auto, kann das fatale Folgen haben - auch für den Lenker.

Kosten würde der Zaun rund 80.000 Euro, Geld dafür will niemand locker machen: Nicht die Gemeinde und nicht das Land als Bauherr. „Das ist gefährlich“, warnt Wiesinger. Denn der Wildverkehr wird in diesem Bereich der Umfahrung noch steigen: Nämlich dann, wenn das Wild im heißen Sommer Richtung Zaya zum Wasserschöpfen kommt.