Erstellt am 20. Mai 2016, 08:15

von Claudia Busch

"Die Alternativen wären leistbarer!". Bürgermeister Viktorik (SPÖ) ist klar gegen die ÖVP-Idee einer Schul-Umfahrung und sieht die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich.

Die ÖVP stuft die Verkehrssituation rund um die Volksschule als gefährlich ein und will die 200 Autos um die Schule herum leiten. Die SPÖ ist strikt dagegen.  |  NOEN, Busch

Die ÖVP Kreuzstetten präsentierte der Bevölkerung ein neues Konzept zur Verkehrssituation rund um die Schule. 

Eine Umfahrung soll die derzeitige Situation verbessern. Die ÖVP startete eine Umfrage im Ort, und laut Ergebnis sind 90 Prozent der Teilnehmer für eine Umfahrung.

„Ich habe nichts von dieser Umfrage gewusst. Wenn nur ÖVPler bei der Umfrage mitmachen, ist der Prozentsatz klar. Bei der Begehung war mehr als die Hälfte dagegen, auch die Schuldirektion“, so der Bürgermeister Adolf Viktorik (SPÖ).

Ein Verkehrsgutachten ist schon länger geplant und wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung auf Vorschlag von Bürgermeister Viktorik vom Gemeinderat beschlossen. „Obwohl ein Gemeindebeschluss feststand, hat die ÖVP plötzlich eine Eigeninitiative gestartet, ist vorgeprescht und kommt mit Ideen, die wir uns nicht leisten können“, sagt Viktorik.

Er spricht einige Nachteile der Umfahrung an: „Die Qualität der Spielwiese des Kindergartens würde durch Lärm, Abgase und Staub erheblich gemindert werden und der gesamte Verkehr würde am Haupteingang der Schule und an den Klassen vorbeifahren.“

Er sieht die Umfahrung als eine Störung des Unterrichts und auch die Kosten, die nach einer raschen Schätzung des Bausachverständigen der Gemeinde bei ca. 200 000 € liegen, sind ihm zu hoch.

Straßen zu Einbahnen zu erklären oder Blumeninseln zum Zweck einer Straßenverengung mit der Folge einer Schrittgeschwindigkeitsbeschränkung sieht der Bürgermeister als Alternativen, die auch bezahlbar sind.

„Zusätzlich ist die zur Umfahrung vorgesehene Fläche nicht als Verkehrsfläche gewidmet, sondern als Erweiterungsfläche für die Schule eingetragen.“ Eine Umwidmung als Verkehrsfläche ist für ihn nicht sinnvoll.


Umfrage-Analyse

Wir wollten auf mistelbach.NÖN.at von der NÖN-Community wissen, was sie von den Plänen hält:

42 Prozent votierten für die Umleitung des Verkehrs, wie sich die ÖVP das vorstellt 22 Prozent wäre eine andere Lösung lieber.
Und 36 Prozent sagen, dass alles so bleiben soll, wie es ist. Eine Änderung sei nicht notwendig, sagen sie.