Erstellt am 15. Juni 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

Die Jungen müssen bald aus ihrem Keller. ;Der Pachtvertrag für die derzeitige Anlage läuft aus, eine Lösung für die Zukunft ist nicht in Sicht.

Jugend und Gemeinde suchen gemeinsam nach einer Lösung für ein neues Jugendheim: hockend: Jasmin Kurzweil, Verena Bachl, Obmann-Stellvertreter Oliver Rötzer, Ortsvorsteher Christoph Weiss; 1. Reihe: Gemeinderätin Elke Liebminger, Klaus Seltenhammer, Obmann Günther Ziegler, Philipp Marchart, Florian Seltenhammer, Lukas Bachl, Gemeinderätin Martina Galler; 2. Reihe: Bürgermeister Alfred Pohl, Obfrau Dorferneuerungsverein Ingrid Seltenhammer, Johannes Knott, Johannes Binder, Sarah Forster, Christoph Bachl, Tobias Reitbrecht; 3. Reihe: Andreas Stöger, Roman Reinsperger.  |  NOEN, zVg

Die Paasdorfer Jugendlichen haben ein Problem: Der Pachtvertrag für den jetzigen Jugendkeller läuft aus und wird nicht verlängert. Alternativen gibt es derzeit nicht.

Also trafen sich die Jugendlichen mit Bürgermeister Alfred Pohl und den Paasdorfer Gemeinderäten, um ihre Möglichkeiten abzuwägen. „Aufgrund fehlender Standorte wurde das erste Mal der Bau eines neuen Gebäudes für die Jugend besprochen bzw. abgewogen“, sagt Günther Ziegler, der Obmann der Jugend Paasdorf. Einfach sei die Sache auf jeden Fall nicht.

Unterschriftenaktion gegen Jugendheime im Ort

Zum einen gibt es trotz fehlender Pläne bereits eine Unterschriftenaktion gegen den Bau eines Jugendheimes im Ort. Und alle potenziellen Grundeigentümer haben bereits für einen Standort abgewunken. Nur die Feuerwehr könnte der Jugend einen Platz anbieten, auf dem laut Widmung sogar gebaut werden dürfte.

„Ein Neubau wäre der absolut letzte Ausweg“, sagt Jugendobmann Ziegler: „Wenn es möglich wäre, würden wir am liebsten wieder einen Keller übernehmen und diesen herrichten.“

"Neubau wäre absolut letzter Ausweg"

Räumen muss die Jugend ihren Jugendkeller nach 16 Jahren, da der Besitzer ihn wieder selbst nutzen will. Und Feuchtigkeit war schon jetzt immer wieder ein Problem: „Wenn es so, wie in letzter Zeit viel regnet, dann steht im Keller Wasser!“, sagt der Obmann.

Der Pachtvertrag läuft im Oktober aus. „Im Sommer 2014 konnten wir den Verpächter nach langen Verhandlungen überreden, dass er dem Vertrag doch noch einmal zustimmte. Damals hatten wir acht Monate kein Jugendheim, das war eine schwere Zeit für uns“, erinnert sich Günther Ziegler. Jetzt haben sie die Zusage, dass, sollte sich eine spruchreife Lösung abzeichnen, der Vertrag bis zur Fertigstellung des Projektes verlängert wird.

Der Knackpunkt für die Gemeinde: Die Kosten für ein Jugendheim in Zeiten, in denen die Gemeinde sparen muss. Die Rahmenbedingungen, wie die Gemeinde helfen kann, wurden mit dem Bürgermeister besprochen.