Erstellt am 21. Juni 2016, 10:25

von Ingrid Fröschl-Wendt

Die Natur erkundet. Radtour: Das Biotop-Verbund-System und der neue Lebensraum der Natur wurden von einigen Pedalrittern bei Sonnenschein besichtigt.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Das nördliche Weinviertel war Jahrhunderte lang von Sumpf und feuchten Wiesen geprägt. Erst durch die Drainagierung und die Begradigung der Wassergräben wurden viele Flächen für die Landwirte nutzbar. Doch durch die Regulierung des Wassers wurde der Boden trockener und gerade im Raum Laa, in dem sich viele der kleinen Gräben sammeln, konnte das schnell abgeführte Wasser zu einer Bedrohung werden.

Ein groß angelegtes Biotop-Verbund-System nach einer Initiative des Staatzer Bürgermeisters Leopold Muck soll das Wasser vermehrt in der Region belassen. Aber nicht nur Staatz, auch die Gemeinden Laa, Fallbach und Gaubitsch sind an diesem Biotop-Verbund-System beteiligt. Durch diese Gemeinschaft und das Verbund-System wird der Natur ein neuer Lebensraum gegeben.

Mehr als 15 Kilometer Gerinne wurden für diesen Zweck bearbeitet: Gräben verschlängelt, ihre Ufer abgeflacht und Biotope angelegt sowie tausende Sträucher und Bäume gepflanzt. Durch das Grabennetz sind nun diese neuen Lebensräume miteinander verbunden und ermöglichen der Tier- und Pflanzenwelt einen Austausch.

Dass dieses Biotop-Verbund-System nicht nur der Natur ein Stück Lebensraum zurückgibt, sondern auch zur Erholung der Bevölkerung dient, war bei einem Familien-Radwandertag, veranstaltet von der Staatzer ÖVP, zu erleben.

Nach einer idyllischen Radtour entlang blühender Hecken und Windschutzanlagen gab’s im Schatten des Altbaumbestandes Kaffee, Kuchen oder Würstel, während sich die Kinder im neu gegrabenen, flachen Grundwasserteich vergnügten.