Drasenhofen

Erstellt am 12. Oktober 2016, 04:00

von Werner Kraus

Mähdrescher-Unfall: Beine wieder angenäht. 22-jährige Steinebrunnerin kam bei der Maisernte in den Mähdrescher und wurde schwer verletzt. Ihre Bergung forderte die Helfer von FF und Rotem Kreuz.

Großeinsatz für die Helfer: Eine Steinebrunnerin war mit den Beinen in einen Mähdrescher geraten und musste geborgen werden.  |  FF Poysdorf

Tragischer Arbeitsunfall am Samstagnachmittag (die NÖN berichtete): Am 8. Oktober war auf einem Feld bei Drasenhofen die Maisernte voll im Gange: Eine 22-Jährige, Ordinationsassistentin beim Zahnarzt und Jungbäuerin, half mit und sammelte am Feldrand am Boden liegende Maiskolben und warf sie in den bereits auslaufenden Einzug eines stehenden Maisdreschers.

Unfallursache noch unklar

Sie ging mit den Maiskolben am Arm vor das noch laufende Schneidewerk und warf die Kolben in den Einzug. Dabei wurde sie von den Einzugsketten des Schneidewerkes im Bereich der Beine erfasst und hineingezogen. Wahrscheinlich hatte sie diese Arbeit in dieser Form schon oftmals gemacht und auch schon Routine dabei. Warum der Unfall trotzdem passiert ist, kann sich niemand erklären. Zum Glück reagierte der 18-jährige Fahrer des Mähdreschers blitzschnell und schaltete die Maschine sofort ab.

Die Junglandwirtin war da mit den Beinen bereits rund 40 Zentimeter weit in den für die Zuführung von Maisstängeln bestimmten, etwa vier Zentimeter breiten Einzug, geraten und erlitt dadurch schwerste Verletzungen.

Schwierige, lange Operation

Die Bergung der Verletzten gestaltete sich als sehr schwierig und wurde von den Feuerwehren Drasenhofen, Kleinschweinbarth und Poysdorf durchgeführt. Gemeindearzt Michael Cajka und das Rote Kreuz, sowie das Hubschrauber-Notarztteam waren rasch zur Stelle, um zu helfen und die schwierige Bergung gemeinsam mit der Feuerwehr durchzuführen. Das Problem bei der Bergung: Das Schneidewerk besteht aus besonders widerstandsfähigem Material, selbst mit den hydraulischen Spreizer der FF war das Befreien der Beine aus dem Schneidewerk kompliziert.

Der Notarzthubschrauber Christophorus flog die Patientin in das AKH nach Wien. Die Chirurgen konnten der jungen Frau in einer schwierigen, langen Operation wieder beide Beine annähen. Das ist für alle in Drasenhofen und natürlich besonders die Familie ein großer Hoffnungsschimmer. Alle wünschen sich, dass es der 22-jährigen Steinebrunnerin bald wieder gut geht.

Im Einsatz war ein Großaufgebot an Helfern: Drei Feuerwehren waren mit 45 Mann und neun Fahrzeugen sowie das Rote Kreuz mit drei Fahrzeugen und dem Notarzthubschrauber vor Ort.