Drasenhofen

Erstellt am 04. April 2017, 12:04

von Werner Kraus

Saisonstart: Schmiede für das Traktorium. Als Ergänzung zu den 130 Fahrzeugen im Museum gibt es jetzt eine eigene Schmiede.

Zur Eröffnung der Saison im Traktorium hat Hannes Morocutti mit der Dorfschmiede einen lang ersehnten Wunschtraum umgesetzt.

Die Schmiede steht mit der Landwirtschaft sehr eng in Verbindung. Bei jedem Handwerkszeug oder auch bei allen Maschinen war der Dorfschmied erster Ansprechpartner. Mit Willibald Wieland, der das Schmiedehandwerk bei Nagl in Drasenhofen gelernt hat, gibt es im Traktorium auch einen Experten, der für die Gäste ein Schauschmieden durchführen kann. Hilfreich war bei der Neugestaltung auch Gerhard Baumgartner mit dabei.

Ein neues, sehr seltenes Exponat ist die Styriette, ein Motorfahrrad aus dem Jahr 1938, von dem nur wenige Stücke gebaut wurden. Der Grund ist einfach erklärt: Die Styriette war auf die österreichische Gesetzgebung mit 60 ccm Hubraum ausgerichtet.

Im Deutschen Reich waren es 100 ccm und so kaufte sich natürlich kaum einer das Fahrrad mit dem geringeren Hubraum und die Styriette musste nach nur einem Jahr eingestellt werden. Heute ist sie ein begehrtes Sammlerstück. Die Drasenhofener Styriette wurde von einem Knecht in Kärnten gefahren und nach dessen Tod in der Tenn aufgehängt, wo sie bis vor Kurzem unentdeckt im Originalzustand schlummerte.

130 Fahrzeuge im Traktorium

Hannes und Daniela Morocutti haben 130 Fahrzeuge im Traktorium. Lkws, Traktoren, Motorräder und Mopeds, Puch-Autos und auch immer mehr Fahrräder. „Unser ältestes Stück ist aber ein Hackstock, ein 400 Kilo schweres, versteinertes Holz aus Brasilien. Es ist 30 Millionen Jahre alt“, erzählt Hannes Morocutti über sein Exponat.

Unter den Gästen der Saisoneröffnung waren auch Bürgermeister Reinhard Künzl, sein Poysdorfer Amtskollege Thomas Grießl und Manfred Parisch, der Obmann des Poysdorfer Oldtimerclubs, mit dem es seit Jahren eine enge Zusammenarbeit gibt.