Erstellt am 29. Mai 2016, 06:34

von Ingrid Fröschl-Wendt

Dreharbeiten im Schloss Loosdorf. Dreharbeiten im Schloss: Loosdorf war einer der Hauptdrehorte für den historischen Musik-Film "Licht", der 2017 in die Kinos kommen soll - möglicherweise auch in kleine Landkinos.

Besuch am Set - im »Bergl-Zimmer«: Produzent Michael Kitzberger, Maria Dragus (Maria Theresia Paradis), Regisseurin Barbara Albert, David Striesow (Franz Anton Mesmer) und Landtagsabgeordneter Kurt Hackl.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

„Als wir das Schloss gesehen haben, haben wir uns in seine Atmosphäre verliebt und sie hat uns nicht mehr losgelassen“, schwärmt Regisseurin Barbara Albert über Schloss Loosdorf und seine Bewohner.

Darum wurde das Haus auch Hauptdrehort für ihren neuesten Film, ihren ersten historischen Film „Licht“. Zwölf der 30 Drehtage verbrachte die Crew daher in Loosdorf, neben Schloss Ernstbrunn und Valtice.

Barbara Albert wurde durch den Roman „Am Anfang war die Nacht-Musik“ von Alissa Walser von der Geschichte als Filmstoff angesprochen. Schloss Loosdorf dient dabei als das Palais der Mesmers, das durch seine klassizistische Ausstattung inmitten des traditionellen Wiener Rokokos die fortschrittliche Einstellung des Arztes zeigen soll.
 

x  |  NOEN, NGF_looks


Hauptdrehort ist unter anderem der große blaue Salon als Wohnzimmer der Familie Mesmer. Viele der Szenen wurden auch in der Bibliothek aufgenommen, doch die würden Kinobesucher nicht wiedererkennen.

Denn in den großen Saal wurde von den Bühnenbauern ein ganzer Raum eingebaut und die Wände im Stil des Barock-Malers Johann Bergl, wie man es aus Schloss Schönbrunn kennt, großflächig bemalt. Dieser Raum dient im Film als Saal für Konzerte im Haus des Arztes.

Vor einer Woche wurden die Dreharbeiten in Loosdorf beendet. Der Film soll 2017 in die Kinos kommen. Eventuell wird er – vor allem angesichts des langen Drehs im Weinviertel – auch in den regionalen Kinos zu sehen sein.


Die Handlung

Erzählt wird im Film ein Jahr aus dem Leben der heute nahezu unbekannten Klaviervirtuosin und Komponistin Maria Theresia Paradis – gespielt von der jungen Schauspielerin Maria Dragus, die im 18. Jahrhundert lebte und trotz ihrer Blindheit in ganz Europa berühmt war.

1777 trifft sie auf Franz Anton Mesmer, dargestellt von David Striesow, der zu dieser Zeit in Wien als Wunderheiler galt und hofft bei ihm auf Heilung.

Kurzfristig bringt er die junge Virtuosin sogar zum Sehen. Doch genauso wie Maria Theresia ist auch Mesmer durch seine Experimente mit dem Magnetismus ein Außenseiter der Wiener Gesellschaft und Konflikte lassen nicht lange auf sich warten.