Erstellt am 15. April 2016, 05:04

von Josef Christelli

Ein Schmuckstück. Herbert und Michaela Weinwurm richteten im „Alten Milchhaus“ ein kleines, feines Café mit Hang zur Entschleunigung ein.

Das „Alte Milchhaus“ in Ladendorf wurde reaktiviert und zu einem Café & Beisl umgebaut. Gemeinde-Amtsleiterin Anita Strasser, Felix, Lorenz, Herbert und Michaela Weinwurm und Bürgermeister Manfred Hager bei der Eröffnung. Die Wandmalereien aus den 1950er-Jahren im Hintergrund konnten mit der Sanierung gerettet werden.  |  NOEN, Josef Christelli

Das „Alte Milchhaus“ hat jetzt endlich die Pforten geöffnet. Herbert Weinwurm hat das alte Gebäude beim Gutshof vor 22 Jahren gekauft, mit dem Hintergedanken, irgendwann ein besonderes „Beisl“ dort zu eröffnen.

Das Haus war einmal das Milchhaus, wo die Bauern jeden Tag die Milch hinbrachten, später wurde es zur „Gemeinschaftskühltruhe“ umgebaut. Damals in den 50er-Jahren wurden vom Maler Rikes und seiner Tochter die wunderschönen Malereien an den Innenwänden geschaffen, die landwirtschaftliche Motive und Sprüche zeigen. Trotz der umfangreichen Umbauarbeiten sind sie erhalten geblieben.

"Soll wieder Kommunikationszentrum werden"

In den letzten sieben bis zehn Jahren hat Weinwurm dort gearbeitet wie ein Berserker. Abbrüche und Aufmauerungen, Leitungen verlegen – in die Sanierungsarbeiten an dem alten Gebäude steckte er seine gesamte Freizeit. Dafür hat er jetzt sein „Schmuckkasterl“ eröffnet.„Die alte Milchkammer ist wie Phoenix aus der Asche zu einem der schönsten ,Beisln‘ Österreichs geworden“, so Renate Leithner ganz begeistert.

Die „Uhudlerlaube“ auf der Südseite im Innenhof und eine Bibliothek sollen zum längeren Bleiben einladen: „Das Milchhaus war früher das Kommunikationszentrum der Ortsbevölkerung und das soll es jetzt wieder werden“, so Michaela Weinwurm. Schon die ersten Öffnungstage bestätigten dies.