Erstellt am 19. Juni 2016, 05:00

von Benjamin Schlöglhofer

Ein Tag in Südindien. Das Atelier Staudinger wurde einen Tag lang auf den Kopf gestellt, um den Besuchern indische Kultur näherbringen zu können.

Einer der Höhepunkte für das Ehepaar Birgit und Manfred war das Konzert der drei Brüder Haider, Iqbal und Pintoo Khan. Ebenso am Bild: Gefion Gufler, die Lebensgefährtin von Pintoo Khan.  |  NOEN, Benjamin Schlöglhofer

Ein Stück Indien mitten im Weinviertel. Das konnte man beim „Indienday“ im Atelier Staudinger letzten Samstag in Wolkersdorf erleben. Es wurden Vorträge, Filme, ein Workshop und ein Konzert angeboten.

„Wir wollten das Lebensgefühl dort vermitteln“, erzählt Birgit Staudinger. Sie und ihr Mann Manfred Staudinger veranstalten den Indientag seit 2013, um den Besuchern die Kultur Südindiens näherzubringen und auf die Missstände dort aufmerksam zu machen und die Projekte ihres gemeinnützigen Vereins „Namaste India“ vorzustellen.

Traditionelle Musik sorgt für ausgelassene Stimmung

Ab 14 Uhr öffneten sich die Pforten. Auf drei Stockwerke verteilt konnte man Eindrücke sammeln. Im Keller wurden Filme wie „Colours of India“ präsentiert. Er zeigt die Pracht der indischen Landschaft. Die Vorträge über Bildung, Medizin, ein Patenkinderprojekt und Frauen in Indien fanden im Erdgeschoß statt. Auch die abgeschlossenen Projekte des Vereins zur Förderung der Gesundheit und Bildung in der unterentwickelten Region wurden präsentiert.

Ein Projekt, das Birgit Staudinger besonders am Herzen liegt, ist ein Altersheim. Sie erzählt, dass die hygienischen Bedingungen katastrophal waren, als sie das Heim zum ersten Mal besuchte. Daraufhin finanzierte sie über den Verein zwei Bäder und zwei Toiletten für die Bewohner.

Dass Indien auch etwas zu bieten hat, zeigten die drei Brüder Khan. Mit traditioneller indischer Musik sorgten sie für ausgelassene Stimmung. Dazu gab es Dhal, ein vegetarisches Linsengericht.

Manfred Staudinger hat seit Langem eine tiefe Verbundenheit mit dem Land. Viele Male ist er schon dort gewesen. Er sagt: „Die Leute vor Ort machen es aus, dass man sich engagiert.“

Mit der Unterstützung der großzügigen Mitglieder des Vereins „Namaste India“ wollen er und seine Frau bald weitere Projekte in Südindien forcieren. Nähere Informationen dazu unter: www.namaste-india.at .