Erstellt am 01. April 2016, 05:04

von Ingrid Fröschl-Wendt

„Ein wunderbarer Ort für Kunst“ entsteht. Kunstexpertin Elisabeth Ledersbeger-Lehoczky will dem neuen Kunsthaus schillernden internationalen Glanz verleihen.

Kuratorin Elisabeth Ledersbeger-Lehoczky und Kulturstadtrat Georg Eigner inspizieren die Sanierungsmaßnahmen im künftigen Kunsthaus Laa im historischen Bürgerspital.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Mit der Freiluftgalerie vom Laaer Stadtplatz bis zur Therme quer durch die Stadt hat Laa als Kulturstadt schon vor eineinhalb Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun soll sich die Kunst – aufgefächert in mehrere Sparten – mithilfe eines „Kunsthauses Laa“ im alten Bürgerspital intensiv in der Stadt etablieren, um dieses Thema nachhaltig zu verankern.

Möglich wurde das durch das Freiwerden von Räumen im mittelalterlichen Bürgerspital. Seit dort das Jugendservice ausgezogen ist, stehen drei Räume mit einer Fläche von rund 80 Quadratmetern zur Verfügung.
Diese Räume bieten, zusätzlich zur Kapelle, deren Vorraum und dem Innenhof einen wunderbaren Ort für Kunst. Darin sind sich sowohl Kulturstadtrat Georg Eigner als auch Kunstexpertin Elisabeth Ledersbeger-Lehoczky, die als Kuratorin schon für die Zusammenstellung der Freiluftgalerie gesorgt hat, absolut einig. Sie ist es auch, die durch ihren Kontakt zu internationalen Künstlern dem neuen „Kunsthaus“ den schillernden Glanz der weiten Welt verpassen will.

Bürgerspital wird fürs Kunsthaus renoviert

Das Angebot im Bürgerspital soll sich sowohl über alle Kulturformen erstrecken - von der Literatur bis zur Bildhauerei - als auch aktiven wie auch passiven Genuss ermöglichen. Neben sommerlichen Symposien im Hof des Bürgerspitals, bei denen das Publikum eingeladen ist, mit den dort tätigen Künstlern intensiv zu kommunizieren, wird es Workshops aller Arten geben, sowie Ausstellungen, die auch spartenübergreifend sein können.

Regelmäßige Jour fix ermöglichen es, mit Künstlern zu verschiedenen Themen zu diskutieren.
Eine Arbeitsgruppe von Künstlern stellt bereits ein Jahresprogramm zusammen, das im Herbst 2016 starten wird. Mit einer großen Bandbreite an Angeboten soll es für viel Abwechslung im kulturellen Leben der Stadt sorgen.

Natürlich sollen neben internationaler Kunst auch die heimischen Kulturschaffenden miteinbezogen werden. Die schon beliebten Sommerkonzerte im Hof werden ebenfalls in das Kulturprogramm involviert. Um dem neuen Kunsthaus Laa einen entsprechenden Rahmen zu geben, wird derzeit im Bürgerspital intensiv renoviert. Die ehemaligen Räume des Jugendservice sind bereits neu ausgemalt, ebenso wie Kapelle und Vorraum, nun wird der Hof adaptiert. Schließlich muss bis zum Sommer alles in frischem Glanz erstrahlen.