Erstellt am 07. Juni 2016, 12:51

von Michael Pfabigan und APA Red

Ex attackierte neuen Freund mit der Hacke. In der Weinviertler Gemeinde Ladendorf (Bezirk Mistelbach) ist in der Nacht auf Dienstag eine Bluttat mit einer Axt verübt worden. Der Täter wurde kurz nach der Bluttat geschnappt, der Angegriffene ist schwer verletzt.

 |  NOEN, Symbolbild
Wahnsinnstat in der Nacht zum 7. Juni: Ein 42-Jähriger dürfte nicht verkraftet haben, dass seine Ex einen Neuen hat. Mit einer Hacke bewaffnet soll er in ihr Haus in einer Ladendorfer Siedlungsstraße eingedrungen sein, den neuen Liebhaber (41) im Schlafzimmer überrascht und ihn mit der Hacke attackiert haben.

„Zum Glück brachte der Angegriffene die Hand hoch, sonst wäre er am Kopf getroffen worden!“, sagt ein Polizist. Er wurde trotzdem schwer verletzt.

Da der Angriff abgewehrt wurde, ergriff der 42-Jährige die Flucht, der Angegriffene verfolgte ihn, konnte ihn aber nicht schnappen. Während der mutmaßliche Angreifer auf der Flucht seine Hacke wegschmiss, rief eine Nachbarin, die den Angriff und die Verletzungen des neuen Freundes bemerkt hatte, die Polizei, die den Angreifer dann festnahm.

Lebensgefahr bestand nicht

Den Ermittlungen zufolge war der Beschuldigte durch die nicht versperrte Terrassentür in das Wohnhaus gelangt. Die Hacke hatte er im Holzschuppen an sich genommen.

Der tatverdächtige Wiener und die Frau hatten den erhebenden Kriminalisten zufolge eine Lebensgemeinschaft über 16 Jahre, deren Ende der Mann nicht akzeptieren wollte. Er habe seine ehemalige Lebensgefährtin mehrmals bedrängt, die Beziehung mit ihm wieder aufzunehmen. Als er erfuhr, dass die 45-Jährige eine neue Lebensgemeinschaft eingegangen sei, habe er bereits im Vorfeld gedroht, dass er dies nicht hinnehmen und eines Abends kommen werde.

Das Opfer der Attacke wurde noch in der Nacht im Landesklinikum Mistelbach operiert. Lebensgefahr bestand nach Polizeiangaben nicht.