Erstellt am 03. November 2015, 10:41

von Ingrid Fröschl-Wendt

Empfang für Rosenberg. Michael Rosenberg weiß Spannung bis zum Schluss zu schüren: Nach seiner Extrem-Radtour - 3.500 Kilometer nach Tarifa in Südspanien für das Kinder-Hilfsprojekt „Mein Körper gehört mir“ - wurde er Samstagnachmittag von Familie, Freuden und den Lions am Flughafen sehnlichst erwartet.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Der Lionsclub Weinviertel Nord unter Präsident Karl Nagl ist ja der Partner des Projektes. Doch erst verspätete sich der Flieger, in dem der Asparner saß, dann ließ das Gepäck auf sich warten. Knapp eine Stunde starrten 18 Augenpaare auf die automatischen Türen der Ankunftshalle, um den ersten Blick des Ankommenden nicht zu verpassen.

Endlich trafen Michael Rosenberg mit seiner Frau Monika und Sohn Leo – nach der Extremtour hatte er sich mit seiner Familie ein paar Tage Urlaub in Südspanien gegönnt – auf das Empfangskomitee und es folgten zahlreiche, begeisterte Umarmungen.

Diese Gewalttour zu erradeln, erzählt Rosenberg, sei nur möglich gewesen, mit Freunden, die ebenso verrückt wie er, an das Projekt geglaubt hätten. Er bedankte sich überschwänglich bei seinen beiden Tour-Begleitern Paul Kronsteiner und Herbert Hawel sowie Thomas Polke, der stets online das Team betreut hatte.

Auf jeden Fall habe er Lust, das Ganze zu wiederholen. Wann und in welcher Form könne er noch nicht sagen. Doch es sei schade, die wunderbare Tour, die Kronsteiner für ihn erarbeitet habe, nicht noch einmal zu nutzen. Sprachs und erzählte Anekdoten der Reise, von anstrengenden Bergwertungen, Minusgraden auf Bergpässen, gottverlassenen Landstrichen in Spanien und seiner neuen Gewohnheit, mit der vorbeiziehenden Landschaft um ihn herum zu sprechen. Es sei beileibe kein Urlaub gewesen, sondern permanente Konzentration.

Wie viel Spenden die Tour nun eingebracht hat, kann Präsident Nagl erst nach der endgültigen Abrechnung sagen. 15 Schulen, das sind rund 60 Klassen, werden sich aber auf jeden Fall mit dem gespendeten Geld ausgehen, ist er überzeugt.