Erstellt am 12. Oktober 2015, 10:53

von APA/Red

37 Rohrweihen in Stronsdorf abgeschossen. In der Weinviertler Gemeinde Stronsdorf (Bezirk Mistelbach) sind vor wenigen Tagen 37 mit Schrotmunition abgeschossene Rohrweihen in einem abgeernteten Sonnenblumenfeld aufgefunden worden.

 |  NOEN, BirdLife
Der WWF zeigte sich empört, der NÖ Landesjagdverband entsetzt. Gemeinsam wurden 2.000 Euro für Hinweise auf die Täter ausgesetzt. Rohrweihen sind geschützte Greifvögel.

In den Fall hat sich laut einer Aussendung auch NÖ Landesjägermeister Josef Pröll eingeschaltet. Er hielt fest, dass sich die niederösterreichische Jägerschaft von diesem Gesetzesbruch distanziere. Das Geschehnis im Weinviertel "ist ein Schlag ins Gesicht aller Jäger".

x  |  NOEN, BirdLife

"Vorgehen vermutlich systematisch"

Was laut WWF "besonders ins Auge springt, ist die offenkundig vorsätzliche und systematische Vorgangsweise der Täter". Greifvogelexperte Christian Pichler sagte: "Rohrweihen ziehen im August und September aus Nord- und Osteuropa über Österreich nach Süden, wobei auf einer Fläche von der Größe des Stronsdorfer Sonnenblumenfelds höchstens zwei bis drei Vögel gleichzeitig anwesend sind. Die große Kadaverzahl lässt daher vermuten, dass hier systematisch über mehrere Tage bis Wochen durchziehende Rohrweihen abgepasst und geschossen wurden."