Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Josef Christelli

Gefährliche Kurve: Pappel war innen hohl. Die überalterten Bäume am Garmannserweg wurden gefällt. Ersatzpflanzung ist geplant.

Die Pappeln bei der »Todeskurve« auf der Garmannser-Straße sind weg. Ein Baum war auch schon gefährlich hohl.  |  NOEN, Josef Christelli
Die alten Pappeln in der „Todeskurve“ beim Hagerstadl wurden jetzt umgeschnitten. Wie die NÖN berichtete, ist dort vor sechs Jahren eine junge Frau verunglückt. Im vergangenen Sommer ereignete sich dasselbe Szenario: Ein Auto kam ins Schleudern, rutschte unter den Bäumen durch und kracht gegen die Betonbrücke zum Garmannserweg. 

Schnellfahren und die „Überschirmung“ der Fahrbahn durch die Bäume dürften die Ursachen gewesen sein. Am Vatertag, im Juni 2015, hatte der frühere Niederleiser Vizebürgermeister Herbert Meißl dort enormes Glück: Ein Ast brach ab und fiel auf sein Auto. Er blieb unverletzt, der Pkw war nur mehr ein Wrack. Es folgte eine Verkehrsverhandlung. Vor Kurzem beschäftigte das Schlägern der Bäume noch den Gemeinderat.

Vizebürgermeister Erich Zeiler (ÖVP) hatte von der Verkehrverhandlung in der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtet und das Fällen der Bäume angekündigt – und auch, dass die Sachverständigen die Montage von Leitschienen angeordnet hätten. Die Kosten dafür wird das Land über die Straßenmeisterei Mistelbach tragen.

Für die Pappeln soll es Ersatz geben: „Dafür werden wir im Frühjahr eine Ersatzpflanzung vornehmen“, versprach Zeiler nochmals, weil Grünen-Gemeinderätin Magdalena Frey gegen die geplante Schlägerung war.

Zeiler: "Pappeln haben Ablaufdatum"

Jetzt hat sich herausgestellt, dass eigentlich schon „Gefahr im Verzug“ war. Ein Baumstamm war innen total hohl. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann beim nächsten Sturm die Pappel umgefallen wäre: „Pappeln haben ein Ablaufdatum“, weiß der „Gemeindeförster“, Vizebürgermeister Erich Zeiler.

Im Bereich Ladendorfer Friedhof bis nach der Kurve beim Hagerstadel besteht eine 70 km/h-Beschränkung, nur hält sich anscheinend niemand daran. Selbst das Fotografieren war dort für die NÖN ein halsbrecherisches Abenteuer.