Paasdorf

Erstellt am 05. Juli 2017, 05:00

von Josef Christelli

Ladendorfer hoffen auf Hilfe von oben. An der Paasdorfer Umfahrung fehlt eine Rad-Querung. Jetzt soll sich die überregionale Politik einschalten.

Radwegkreuzung Paasdorf: Florian Ladengruber, Josef Böschatt, Alfred Brunner, Karl Mechtler und Andreas Raupold „halfen“ den Kindern die Umfahrungsstraße zu überqueren.  |  Josef Christelli

Ein Radwandertag soll die Gefährlichkeit des Radweges von Ladendorf nach Mistelbach aufzeigen. Die Ladendorfer Pendlerinitiative (LPI) gemeinsam mit dem Elternverein der Volksschule radelten nach Mistelbach.

23 Teilnehmer, angeführt von Karl Mechtler und Josef Böschatt, luden dort die Eltern ein, um den Kindern zu zeigen, wie man die gefährliche Kreuzung Radweg/Umfahrung Paasdorf überquert.

Die Mistelbacher Polizisten Alfred Brunner und Andreas Raupold, sowie Bezirkspolizeikommandant Florian Ladengruber – diesmal als Stadtrat – trafen dort die Radgruppe: „Es gab eine Verkehrsverhandlung: Außer dass eine Staude weggeschnitten werden musste, zwecks Weitsicht der Autofahrer, kam keinerlei akzeptable Lösung zustande“, wettert Mechtler, der auch weiß, dass laut Bescheid der Verhandlung kein Handlungsbedarf besteht.

„Ich sehe keine kurzfristige Lösung. Das hätte schon bei der Planung der Umfahrung bedacht werden müssen!“Alfred Prinz,  Gemeinderat aus Ladendorf

Ladendorf-Gemeinderat Werner Haas warf ein, dass das Ganze total verplant ist: „Ab der Brücke hätte das Niveau angehoben werden müssen, dann wäre sich eine Unterführung ausgegangen“, so Haas.

Mistelbachs Sicherheits- und Sportgemeinderat Florian Ladengruber sah sich die Situation vor Ort an und hörte die Sorgen und Wünsche der Ladendorfer.

Steile Ausweichstrecke

Für die Radfahrer steht eine Ausweichstrecke bereit, die aber wegen der Steigung nicht gerne gefahren wird. Die Retourfahrt von Paasdorf in Richtung Ladendorf ist noch gefährlicher, weil nach der Bahnunterführung von einem Steilstück weggefahren werden muss und das Brückengeländer besonders den Kindern die Sicht nimmt.

„Es muss was passieren, dass was passiert“, warnte eine Radlerin. Josef Böschatt (LPI) und Ladendorf-Gemeinderat Alfred Prinz hoffen, dass nichts passiert: „Ich sehe keine kurzfristige Lösung. Das hätte schon bei der Planung der Umfahrung bedacht werden müssen. Im Zuge des Baues wäre das sicher kostengünstig zu lösen gewesen“, so Alfred Prinz zur NÖN. Er glaubt auch, dass dieses Problem nur „überregional“ gelöst werden kann, also von höherrangigen Politikern. Die Regionalpolitik sei dafür anscheinend zu klein.