Erstellt am 13. Februar 2016, 05:03

von Ingrid Fröschl-Wendt

Gespaltener Baum: Sanierung möglich. Der Baum bei der Frauenbildkapelle drohte auseinanderzubrechen.

Die Linde, rechts vor dem Hanfthaler Frauenbild, ist ein sogenannter Zwiesel, ein Doppelbaum. Der Riss zwischen den beiden Stämmen gefährdet den Baum.  |  NOEN, Fröschl

Die Frauenbildkapelle von Hanfthal nahe des Lindenhofes war den Laaern immer wichtig. Sie ist seit eh und je ein Ausflugsziel, früher wurden dorthin Prozessionen mit der Bitte um Regen abgehalten.

Ganz selbstverständlich gehören zum Erscheinungsbild die vier Linden, die 1848 gepflanzt wurden und seit 1934 Naturdenkmal sind. Jetzt scheint die Natur nicht mehr mitzuspielen: Zwischen den beiden Stämmen jenes Doppelbaumes, der vor der Kapelle steht, tat sich vor einiger Zeit ein Riss auf. Den Baum zu fällen, das kommt nicht in Frage, meinte Laas Bürgermeisterin Brigitte Ribisch. Also musste ein Sachverständiger her. Die Laaer und der Baum hatten Glück, denn er kann nach einer Sanierung erhalten bleiben.

Das Thema Bäume ist trotz dieser guten Nachricht in der Thermenstadt allgegenwärtig: Mehrere große und alte Alleen säumen die Straßen der Stadt, wie etwa die Staatsbahnstraße oder die Friedhofsstraße. Die Bäume dieser Alleen kommen nun in ein Alter, in dem sie Gefahr laufen abzusterben.

Einheitliche Bäume  für Laas Alleen

Durch den Baumkataster, den Laa bereits führt, werden sie regelmäßig überprüft. „Und leider müssen wir immer wieder Bäume fällen“, sagt die Bürgermeisterin, versichert aber: „Die Bäume werden immer nachgepflanzt.“

Wie schon in der Staatsbahnstraße – hier handelt es sich um Linden – soll in der Burggasse und am Burgplatz ebenfalls bald eine einheitliche Baumart das Straßenbild dominieren. Hier herrscht einstweilen noch ein forstliches Durcheinander.

Ribisch kann sich hier, weil schon einige Exemplare stehen, Nussbäume vorstellen. Die einheitliche Gestaltung soll den Platz aufwerten, immerhin ist er der Vorgarten des Laaer Wahrzeichens.