Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Getarnte Kündigung. Bulgarische Firma wollte über nicht beauftragtes Inserat 4.700 Euro von Ameiser Unternehmer ergaunern.

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Nicht schlecht staunte Unternehmer Eduard Steyrer, als ihm eine Firma einen Vertrag für ein Inserat mailte, er müsse nur noch unterschreiben. „Sogar unser Firmenlogo war schon drauf“, wunderte er sich. Sein Misstrauen war geweckt.

Inseriert hatte Steyrer schon mal das angefügte Inserat: Im Vorfeld der NÖ Landesausstellung 2013 hatte er bei einem Landkartenprojekt einer renommierten heimischen Firma mitgemacht, die Abwicklung des Inserates war damals über die Stadtgemeinde Poysdorf gelaufen: Rund um die Karte der Region waren Firmeninserate, so auch seines, platziert. „Das war aber 2011“, sagt Steyrer. Und der Vertrag damals war auf ein einmaliges Erscheinen ausgerichtet.

"Die haben den Trick schon öfters probiert"

„Zunächst merkten wir den versuchten Betrug gar nicht“, erzählt Steyrer: „Zuerst nahm eine Dame per Telefon mit uns Kontakt auf. Sie sagte uns zu, dass sie uns ein Kündigungsschreiben für diese Einschaltung schicken werde.“ Der Ameiser blieb aber misstrauisch: „Beim Anschauen des Kündigungsschreibens kam es uns dann doch merkwürdig vor, dass die Auflage noch viermal erscheinen solle bzw. dass der Vertrag erst nach der nächsten Ausgabe gekündigt werden kann!“ Nach einer Internetrecherche stellte sich heraus, dass hinter dem Vertrag eine bulgarische Firma steht. Und im Internet gibt es schon entsprechende Warnungen vor ihr.

„Wir schätzen, dass wir mit dem vermeintlichen Kündigungsschreiben einen Werbevertrag unterschrieben hätten“, sagt Eduard Steyrer. Die dann anfallenden Kosten: viermal 899 Euro für die Inserate, 198 Euro für Satz- und Reprokosten und zusätzlich noch 25 Prozent vom Nettopreis. Gesamtsumme: 4.700 Euro.

„Die haben den Trick schon öfters probiert, wir wollen vor dieser bulgarischen Firma warnen!“, sagt der Unternehmer zur NÖN.