Erstellt am 25. Mai 2016, 04:04

von Michael Pfabigan

"Grenzenlose Solidarität" vs "Asylmissbrauch-Stopp". Demo und Gegen-Demo: Linke und rechte Demonstranten werden sich am Mistelbacher Hauptplatz wieder gegenüber stehen.

Zweite Demo zur Asylfrage mit den bekannten Inhalten: Am 27. Mai werden sich wieder Linke und Rechte am Mistelbacher Hauptplatz gegenüber stehen.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Heiß her gehen wird es am kommenden Freitag am Mistelbacher Hauptplatz: Denn es wird am 27. Mai ab 18 Uhr wieder gleichzeitig zwei Demos pro und contra die Flüchtlingsproblematik geben.

Die Rechten unter Führung der Bezirks-FPÖ werden unter dem Titel „Stopp dem Asylmissbrauch“ vor dem Mistelbacher Rathaus stehen, die Linken werden mit „Solidarität kennt keine Grenzen“ am Süden des Hauptplatzes zu finden sein.

Polizei erwartet keine  Zusammenstöße

Dieses Mal werden sich beide Seiten nicht mehr so nahe kommen wie im März, als sie zehn Meter nebeneinander standen: Dieses Mal wies die Bezirkshauptmannschaft nämlich beiden Seiten fixe Räume zu, die Bushaltestelle ist die Demarkationslinie.

Inhaltlich wird es keine Änderungen zur Demo im März geben. Die Blauen setzen auf die bekannten Themen: Ausgehverbot, Alkoholverbot und Freibadverbot für Flüchtlinge: „Wir wollen Sicherheit für unsere Familien und Frauen, und Ruhe und Frieden für unsere Gemeinden“, sagt FPÖ-Bezirksobmann Michael Bernard.

„Wir hoffen auf viele Leute, die nicht akzeptieren wollen, dass Leute aus dem rechten Eck ihre ekelige Propaganda verbreiten können!“

Sonja Grusch, Sozialistische Links Partei

„Wir hoffen, dass viele Leute, wie beim letzten Mal in Mistelbach zeigen, dass für rechte Hetze kein Platz ist“; sagt Sonja Grusch von der Sozialistischen Links Partei SLP, die warnt: „Von Menschen mit einer solchen Geisteshaltung geht Gefahr aus! Wir hoffen auf viele Leute, die nicht akzeptieren wollen, dass Leute aus dem rechten Eck ihre ekelige Propaganda verbreiten können!“, sagt Grusch.

Bei der Polizei nimmt man jedenfalls Demo und Gegendemo ernst: „Auch wenn wir davon ausgehen, dass beide Versammlungen friedlich ablaufen werden, werden wir mit genügend Beamten vor Ort sein“, sagt Johannes Jantschy vom Bezirkskommando Mistelbach: Damit es nicht zu einzelnen Scharmützel zwischen Kundgebungsteilnehmern kommt. 

Fraglich ist für sie, wie viele Menschen am Fenstertag kommen werden.