Erstellt am 12. Februar 2016, 05:03

von Valerie Schmid

Grippewelle ist noch nicht am Höhepunkt. Vorkehrungen gegen Ansteckung / Durch wenig Händeschütteln und vermehrtes Händewaschen kann die Grippe abgewehrt werden. BEZIRK MISTELBACH / Obwohl es einem so vorkommt, als nehme das Niesen und Husten kein Ende, hat die Grippewelle noch nicht ihren

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 Obwohl es einem so vorkommt, als nehme das Niesen und Husten kein Ende, hat die Grippewelle noch nicht ihren Höhepunkt erreicht: „Am Dienstag, dem 2.2., hat das Department für Virologie der medizinischen Universität Wien erst den Grippezustand ausgerufen. Von einem Höhepunkt kann also keine Rede sein“, berichtet Walter Sohler von der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse.

3.096 Fälle in ganz Niederösterreich

Sie würden die gemeldeten Fälle im Wochen-Rhythmus zählen und in ganz Niederösterreich gibt es in Kalenderwoche vier bereits 3.096 Fälle von grippalem Infekt und Grippe.

Die echte Grippe hätten davon aber nur 62 Personen. Jedoch gilt die Evaluation natürlich nur für diejenigen, die bei der Gebietskrankenkasse gemeldet sind. Anders Versicherte, sowie bestimmte Berufsgruppen kommen in der Studie nicht vor. Laut Sohler kann man noch keine Vergleiche zum letzen Jahr ziehen, „da müsste man schon wahrsagen können“. Das Stadium ist noch zu wenig fortgeschritten, um Schlüsse ziehen zu können. Besonders sei lediglich, dass Tirol, Vorarlberg und die Steiermark dieses Jahr schon früh betroffen waren. Wien ist wie immer ein Ausnahmefall.
 

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Hals-Nasen-Ohrenarzt Andreas Schmid aus Mistlbach rät dazu, vermehrtes Händeschütteln zu vermeiden und oft Hände zu waschen. Eine Grippe-Impfung sei kein hundertprozentiger Schutz, aber doch ratsam und im jetzigen Stadium noch sinnvoll. Obwohl er einen Anstieg an erkrankten Patienten bemerkt, glaubt er auch nicht, dass die Welle schon ihren Höhepunkt erreicht hat. Im Moment behandelt er zwischen drei und acht Patienten mit grippalem Infekt am Tag. „Mir kommt es auch so vor, als wäre es letztes Jahr um die Zeit schon schlimmer gewesen. Trotzdem kann man keine voreiligen Schlüsse über die Entwicklung ziehen“, so Schmid.

Am Arbeitsmarkt scheinen die Erkrankungen noch keinen signifikanten Unterschied auszumachen: „Aus Erfahrung der letzten Jahre merken wir die Welle erst dann, wenn sie schon vorbei ist. Nach dem Krankenstand haben die Leute dann oft Fragen zu Kosten und ihren Beschäftigungsverhältnissen“, so AK-Bezirksstellenleiter Rudolf Westermayer.