Erstellt am 26. Februar 2016, 05:04

von Ingrid Fröschl-Wendt

Großmeister Mozart privat. Drei junge Musiker wollten Wolfgang Amadeus Mozart von einer anderen Seite zeigen. Mit "Mozart pur" ihrem musikalischen Talent und salopper Kleidung gelang ihnen das.

Leopold Toriser, Stefan Donner und Stefan Zenkl zeigten mit ihrem Programm im Schüttkasten eine ganz besondere Seite von Mozart. Wer Stefan Donner wieder hören möchte oder ihn verpasst hat, der sei auf das Orgelkonzert in Stronsdorf vertröstet: 15. August, 16 Uhr, in der Pfarrkirche Stronsdorf.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

„Mozart pur“ nannten Stefan Zenkl, Stefan Donner und Leopold Toriser ihr Programm im Laaer Schüttkasten, aber eigentlich hätte es „Mozart privat“ heißen sollen. Die drei brachten ein wenig von den privaten Gefühlen des großen Komponisten auf die Bühne.

„Wir haben ein kleines Zeitfenster gewählt, aus dem Lieder und Texte stammen. Eine Zeit, in der Mozart versuchte, in Wien Fuß zu fassen und in der ihm drei Kinder mit seiner Constanze gestorben sind. Aber eigentlich merkt man diese privaten Schwierigkeiten seinen Werken kaum an“, erklärt Zenkl.

Er begab sich auf die Suche und schon waren auf der Bühne Vertonungen von zeit- und sozialkritischen Gedichten zu hören. Aber auch Arien aus den großen Opern, „Don Giovanni“ und „Die Hochzeit des Figaro“. Donner brillierte mit Klavierstücken, wie dem Rondo in D-Dur. Während Toriser genüsslich Wolfgang Amadeus seine Stimme verlieh, intonierte Bariton Zenkl neben den berühmten Arien von Leporello und Figaro auch nachdenkliche Lieder, wie „Die Alte“ oder das Lied der Freiheit.

Das alles salopp in T-Shirt und Pulli, gelesen im Fauteuil: So bekam der Musikabend den Charakter eines gemütlichen, unterhaltsamen Hauskonzertes im Hause der Mozarts.