Erstellt am 04. Februar 2016, 05:03

von Ingrid Fröschl-Wendt

"Helft den Rebhühnern!". Robert Rabl macht sich Sorgen um einheimisches Federvieh. Überregional sollen Waidmänner mit Landwirten kooperieren.

Ehrengäste und Geehrte der Hegeschau im Hegering Laa: Hornmeister Josef Zins, Vizebürgermeister Georg Eigner, Bezirksjägermeister Gottfried Klinghofer, Bürgermeisterin Brigitte Ribisch, Bezirksjägermeister-Stellvertreter Christian Oberenzer, Karl Pabersath (Ehrenbruch in Bronze), Hegeringleiter a.D. Hermann Hummel, Arnold Eigner (Ehrenbruch in Silber), Hegeringleiter Alois Groll, Hegeringleiter Robert Rabl, Rupert Scharinger.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Mit gemischten Gefühlen blickte Hegeringleiter Robert Rabl auf das vergangene Jagdjahr zurück: Die Fasanenpopulation hat sich zwar etwas erholt, im Revier sind junge, widerstandsfähige Hennen zu sehen, die auf eine Erholung der dezimierten Population hoffen lassen, aber beim Bestand der Hasen bleibt er pessimistisch.

Obwohl eine Zählung während des Sommers auf einen 50-prozentigen Zuwachs schließen ließ, stellte sich im Herbst bloß eine Steigerung von neun Prozent heraus. Warum das so ist, kann sich Rabl nicht erklären. Wirklich besorgniserregend sind für den Hegeringleiter allerdings die Zahlen der Rebhühner.

„Haben die Jäger in den 1970er-Jahren noch erzählt, dass sie wöchentlich Rebhühner geschossen haben, so stehen diese Tiere nun in der Gefahr auszusterben“, mahnt er. „Dabei ist es altes, einheimisches Wild.“ Im Gegensatz zum Fasan, ein asiatischer Steppenbewohner, der erst in den 1950er-Jahren im Weinviertel aufgetaucht ist und dichte Flächen zum Verstecken benötigt, braucht das Rebhuhn lockeres Brachland und die darin befindlichen Insekten und Würmer als Hauptnahrungsquelle.

Rabl regt daher an, Rebhühner gezielt zu füttern, um den Hennen zu einer erfolgreichen Brut zu verhelfen, sowie bestehenden Populationen Lebensraum zur Verfügung zu stellen.

Konkret meint er damit, mit Landwirten zu kooperieren und dort Brachen anzulegen, wo sich Rebhuhngruppen befinden. Allerdings müsste das großräumig passieren, um Wirkung zu zeigen, meint Rabl und hofft auf Unterstützung von Kollegen. Der Hegering Laa sei für ein derartiges Projekt viel zu klein.