Erstellt am 10. November 2015, 09:36

von Ingrid Fröschl-Wendt

Herbstkonzert des MV Staatz: Anne Frank & Star Trek. Musikverein Staatz und Umgebung und Jugendkapelle Staatz boten Nachdenkliches, Klassisches und Klanggewaltiges.

 |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Die Intelligenz des Menschen sei für Frieden einzusetzen und nicht für Gewalt, mahnte Musikvereinsobmann Markus Fischer zu Beginn des Herbstkonzertes. Der Beitrag des Musikvereins, dies nie zu vergessen, solle in musikalischer Form kommen. Und das war an diesem Wochenende hörenswert.

Otto M. Schwarz hatte die Geschichte des jüdischen Mädchens Anne Frank, das im Konzentrationslager gestorben war, in Musik umgesetzt, die der Musikverein unter der Leitung von Norbert Amon berührend und aufwühlend umsetzte. Gastmusikerin Kristina Suklar, die Annes Stimme auf der Geige übernahm, spielte auch den Solopart in John Williams Filmmusik zu „Schindler’s Liste“.

Weniger nachdenklich war der Rest des Programmes: Zu Fuciks „Einzug der Gladiatoren“ gesellte sich ein schwungvolles Hornkonzert von Kurt Gäble, bei dem Verena Wonovsky, Tanja Wolf, Alois Schlor und Manfred Rahming ihr musikalisches Können am Horn bewiesen. Unter den vehement eingeforderten Zugaben befand sich der „Wild(e) Josef Marsch“, den die Postmusik ihrem „Retter“ Josef Wild aus Wultendorf – er hatte sich für den Erhalt der Postmusik-Kapellen eingesetzt – zum 60er geschenkt hatte.

Ganz andere Klänge servierte nun die Jugendkapelle Staatz, denn beim Herbstkonzert präsentierte sich zum ersten Mal der neue Kapellmeister Norman Handrow, der das Amt von Daniel Muck übernommen hatte. Nach der feierlichen Taktstock-Übergaben durch Obmann Stefan Uhl wartete der neue Chef mit Klanggewaltigem auf: Thomas Doss „Alpine Saga“, Richard Wagner und Filmmusik aus Star Trek.