Erstellt am 20. Mai 2016, 06:04

von Michael Pfabigan

"Ich habe gelernt, damit zu leben". Doppeltes Jubiläum für einen Patienten: 2.000. Dialyse und 20 Jahre Betreuung im Landesklinikum.

2.000. Dialyse im 20. Dialysejahr: Patient Christian Sieber gratulierten mit einer Torte Pflegedirektor Josef L. Strobl, Stationsleiterin Hermine Adler, Bereichsleiterin Gabriele Hirtl, der Leitende Oberarzt der Dialyse Martin Gromann und Ärztlicher Direktor Otto Traindl (v.l.).  |  NOEN, zVg

 Im März 1996 kam Christian Sieber aus Mistelbach das erste Mal ins Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf zur Dialyse-Behandlung – im Mai 2016 erhielt er nun zugleich mit dem 20-Jahr-Jubiläum auch die 2.000. Behandlung. „Man hat gelernt, damit zu leben“, sagt Sieber und ergänzt: „Ohne Dialyse wäre ich nicht mehr da.“

Für eine Nierentransplantation kommen nur rund ein Drittel aller Patienten in Frage, daher bleibt für viele die Dialyse als Therapieform. Die Hämodialyse, bei der eine Blutentgiftung stattfindet, muss rund drei Mal pro Woche ambulant im Klinikum durchgeführt werden.

Vier Stunden, drei Mal pro Woche

Martin Gromann, Leitender Oberarzt der Dialyse: „Hierbei werden harnpflichtige Substanzen und auch Flüssigkeit aus dem Blut entfernt und dieses dann – quasi „gereinigt“ – dem Körper wieder zugeführt. Das dauert jeweils rund vier Stunden.

“ Über die vielen Jahre ist eine besondere Beziehung zwischen Christian Sieber und den Pflegepersonen aufgebaut worden. „Er kommt nun seit zwanzig Jahren drei Mal wöchentlich zur Dialyse, wo er von den betreuenden Pflegepersonen entsprechend seinen individuellen Bedürfnissen unterstützt und begleitet wird“, weiß Bereichsleiterin Gabriele Hirtl.

„Dabei nimmt die fachspezifische Beratung durch unsere speziell ausgebildeten Pflegepersonen einen zentralen Stellenwert ein!“

Dass sich das Dialyse-Team zur Jubliäumsbehandlung mit einer Torte einstellte, freute den treuen „Kunden“ besonders.


Im Detail

  • Für Patienten mit Nierenerkrankungen gibt es am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf drei Möglichkeiten der Behandlung:
  • Die herkömmliche Hämodialyse (Blutwäsche), die Nachsorge nach Nierentransplantation, sowie die Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse).
  • Die Dialysestation des Landesklinikums, die sich im neuen Haus A auf der Eingangsebene befindet, hat 24 Positionen, auf denen in täglich drei Schichten rund 110 Patienten pro Jahr betreut werden.