Erstellt am 02. März 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

„Ich will hier ein Erlebnis bieten!“. HiFi-Weltmarktführer Heinz Lichtenegger wird ab Mai im Wirtschaftspark sein weltweites Logistikzentrum errichten.

Ende April, Anfang Mai starten die Bauarbeiten am neuen Logistikzentrum von Heinz Lichteneggers Pro-Ject und AudioTuning. Dafür kaufte er jetzt noch Grund zu: Wirtschaftspark-Anwalt Helmut Marschitz, Vizebürgermeister Christian Balon, Heinz Lichtenegger, Wilfersdorfs Bürgermeister Josef Tatzber, Pro-Ject-Logistikzentrum-Chef Herbert Rutschka und Citymanager Erich Fasching.  |  NOEN, Michael Pfabigan

Heinz Lichtenegger braucht mehr Platz: Der Unternehmer mit Zistersdorfer Wurzeln will im Wirtschaftspark Mistelbach-Wilfersdorf an der A5 sein neues Hauptquartier mit Verwaltung und Lager errichten.

Bereits 2014 hatte er ein Grundstück gekauft, in der Vorwoche sicherte er sich weitere 3.200 Quadratmeter. Denn das Projekt wird größer als ursprünglich geplant: Auf jetzt 12.200 Quadratmetern soll auf 4.500 Quadratmetern verbauter Fläche die gesamte Logistikzentrale der beiden Hauptmarken Pro-Ject und AudioTuning samt Logistik und Lager entstehen. Die Ausschreibungen sind bereits draußen, Baubeginn soll im Frühjahr und im Herbst die Anlage fertig sein.

Zweiter Schritt: Plattenspieler-Museum

Das Logistikzentrum wird ein Aushängeschild sowohl optisch als auch vom Klang her. Schon am Parkplatz wird man mit Musik beschallt werden und in eigens eingerichteten „Hör-Räumen“ Sound-Systeme zu Gehör bekommen. Beratung wird es natürlich auch geben. Der ganze Komplex wird völlig energieautark sein, was zusätzliche Herstellungskosten mit sich bringt, aber der Philosophie von Heinz Lichtenegger entspricht, nämlich ein „grünes Gebäude“ zu errichten und zu führen.

Zweiter Schritt, wenn das Logistikzentrum läuft, wird ein Plattenspieler-Museum - eigentlich eine Plattenspieler-Klangwelt - sein: Hier will er die Meilensteine aus 50 Jahren Entwicklung präsentieren. Umsetzen soll das Projekt „Checkpointmedia“, die bereits die Swarovski Kristallwelten in Szene gesetzt hat. „Ich will hier nichts verkaufen, ich will ein Erlebnis bieten!“, sagt Lichtenegger.


Zur Person

Heinz Lichtenegger, aufgewachsen in Zistersdorf - die Tankstelle seiner Mutter war seine erste HiFi-Wirkungsstätte - begann neben seinem Studium in seiner Wiener Wohnung mit dem Verkauf von Hi-Fi Geräten. Gleich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kam er per Zufall zu einer tschechischen Firma, die Plattenspieler erzeugte, diesen Betrieb aber schließen wollte.

Lichtenegger erkannte die Qualität der Erzeugnisse, nahm noch einige Verbesserungen und optische Veränderungen vor und schloss einen Abnahmevertrag mit dieser Firma, der bis heute hält.

Mittlerweile ist seine Firma Pro-Ject Audio Systems mit der Herstellung von Plattenspielern Weltmarktführer und die jährlich erzeugten vielfältigen „Turntables“ erreichen eine Stückzahl von 120.000, die problemlos abgesetzt werden kann. Von seinem ersten selbst erzeugten Plattenspieler „Debut“ wurden mittlerweile insgesamt 600.000 Stück verkauft.