Erstellt am 16. Februar 2016, 07:39

von Werner Kraus

Ikone der Menschlichkeit. Der letzte Abschied fand mit Predigt von Kardinal Schönborn sowie im Beisein von vielen Freunden, Unterstützern und ihrer Familie in Poysdorf statt.

 |  NOEN, Werner Kraus

Am Donnerstag Abend fand in der Stadtpfarrkirche die von Johannes Rieder geleitete Betstunde für die in der Vorwoche verstorbene Maria Loley statt.

Am Freitag, den 13. Februar, waren Kardinal Christoph Schönborn, Weihbischof Stephan Turnovszky, der Bruder der Verstorbenen Pfarrer Christoph Loley und der für Orden zuständige Bischofsvikar Michael Zacherl mit vielen weiteren Mitbrüdern nach Poysdorf gekommen um das Requiem mit der Verstorbenen in der Stadtpfarrkirche zu feiern. Der Kardinal berichtete in seiner Predigt, dass Maria Loley die Texte für ihr Begräbnis selbst ausgesucht hatte. „Ich hatte den Eindruck, diese Frau hat das Evangelium in sich. Das kommt aus ihrem Herzen und aus ihrem Leben. Ihre unbedingte Liebe zu Christus war ihre Kraftquelle“ betonte Kardinal Schönborn.

„Auch die Zeit als Maria Loley nach dem Briefbombenattentat im Wiener Priesterseminar bei Regens Leopold Matthias lebte, war für die Seminaristen eine sehr segensreiche Begegnung“, hob Schönborn hervor.

In dieser Zeit ist auch die Bewegung Mitmensch in Wien entstanden. Landesrat Karl Wilfing hielt den Nachruf auf Maria Loley und bezeichnete sie als eine Institution der Menschlichkeit. „Sie war bis zur letzten Sekunde ihres Lebens für ihre Mitmenschen in Einsatz. Sie hat ohne Rücksicht auf die eigene Person und Situation stets geholfen und auch gänzlich fremde Menschen zu ihrem Lebensinhalt gemacht. Mit dem Verein Bewegung Mitmensch wurde ihr persönliches Engagement auf breitere Beine gestellt und die Arbeit der 100 ehrenamtlichen Helfer lässt die Arbeit von Maria Loley über den Tod hinaus weiterwirken“, hob der Landesrat in seinen berührenden Worten hervor.

Mitarbeiter der Bewegung Mitmensch haben auch den Sarg getragen. Nach der Verabschiedung bei der Kirche wurde Maria Loley von Weihbischof Stephan Turnovszky und Pfarrer Christoph Loley am Poysdorfer Friedhof im Grab ihrer Eltern beigesetzt. Auch hier nahmen viele Wegbegleiter, Unterstützer und Menschen, denen Maria Loley geholfen hat von ihr Abschied.

Karl Wilfing bezeichnete Maria Loley als eine „Weltverbesserin, die unsere Welt jeden Tag eine Spur besser gemacht hat – eben eine Mutter Theresa Österreichs, eine Ikone der Mitmenschlichkeit“.