Erstellt am 29. Oktober 2015, 06:02

von Victoria Schmidt

„Immer am Herd, nie bei der Herde“. Der Restaurantführer „Gault Millau“ listet die Linde in Mistelbach, die Alte Schule in Riedenthal und Weiler in Laa.

Er hat die Haube zurück! Martin Weiler gehört wieder zu den Haubenköchen.  |  NOEN, Fröschl-Wendt

Der Garant für Qualität in der Gastro-Branche ist soeben neu erschienen: der Gault Millau. Der Restaurantguide unterscheidet sich durch ausführliche Beschreibungen anstatt einer reinen Punkteauflistung von anderen Kritikern, weswegen er seit Jahren als wichtiger Leitwert gilt.

Mit 14 Punkten haben das „Hotel und Restaurant zur Linde“ in Mistelbach, Buchingers Gasthaus „Zur alten Schule“ in Riedenthal und das „Gasthaus zum grünen Baum“ an der Bezirksgrenze in Zistersdorf überzeugt, womit sie ihre Haube behauptet haben.

Mit einem dazugewonnenen Punkt kann sich das „Gasthaus Weiler“ in Laa mit 13 Punkten über eine Haube freuen, nachdem die Auszeichnung letztes Jahr ausgeblieben war. Besitzer Martin Weiler „Wir haben gar nichts anders gemacht, daher weiß ich auch nicht, warum es dieses Jahr wieder für eine Haube gereicht hat.“

Natürlich finde er es schön, die Haube zurückerobert zu haben, aber „wir machen da nicht so eine große Sache daraus. Eigentlich habe ich vor zwei Jahren schon damit abgeschlossen“, sagt Weiler.

Seit 31 Jahren mit Haube ausgezeichnet

Im Gegensatz dazu ist die Haube für Manfred Buchinger aus Riedenthal schon zu einer „guten Gewohnheit“ geworden. Unvorstellbar, wenn die Auszeichnung ausbleiben würde: „Seit 31 Jahren werden wir jährlich mit einer Haube ausgezeichnet – ohne Unterbrechungen. Das gehört einfach schon zu uns dazu“, erklärt er. Ein Rezept für die kontinuierliche Auszeichnung hat der Haubenkoch parat: „Buchinger ist einfach immer am Herd, niemals bei der Herde.“

Das Restaurant charakterisiert er durch die regionale Unverwechselbarkeit, „ein bisschen Skurrilität und all die kleinen Dinge, die es von anderen unterscheidet“.

Das „Hotel und Restaurant zur Linde“ führt den Erfolg auf kontinuierlichen Eifer und Fleiß zurück und betont den Fokus, der stets auf Qualität gelegt wird. „Es ist ein Qualitätssiegel. Im kleinen Rahmen wird sich nicht viel ändern. Aber für Leute, die uns nicht kennen, ist die Auszeichnung sicher ein Leitfaden“, sagt Karl Polak.


Das Punktesystem

  • Bis zu 20 Punkte können erreicht werden. Diese Höchstzahl wurde in Österreich aber noch nie vergeben.

  • 13 und 14 Punkte bedeuten eine Haube für das Restaurant.

  • Bei 15 und 16 Punkten erhält das Lokal zwei Hauben.

  • Die dritte Haube gibt’s mit 17 und 18 Punkten.

  • Ab 19 Punkten erhält der Koch vier Hauben.