Erstellt am 24. Dezember 2015, 09:08

von Michael Pfabigan

„Ist unfinanzierbar!“. 52 Prozent der NÖN.at-Leser würden sich ein eigenes Hallenbad für Mistelbach wünschen.

Immer wieder kommt es im Hallenbad zu Interessenskonflikten zwischen Sportschwimmern und Schulklassen.  |  NOEN, solis images/shutterstock.com

"Braucht die Region Mistelbach ein Hallenbad?" wollte die NÖN von ihren Lesern auf mistelbach.NÖN.at wissen. Das Ergebnis: 52 Prozent wären dafür. Hintergrund der Fragestellung: Sportler hatten sich als zusätzliche Trainingsmöglichkeit ein Hallenbad mit größerem Becken gewünscht, da sie in Zeiten, wenn das Freibad Weinlandbad geschlossen hat, nach Wien oder Breclav ausweichen müssen.

Und obwohl es ein Hallenbad mit 12-Meter-Becken in Ladendorf gibt, ist der Wunsch nach einem echten Hallenbad mit Erlebnischarakter in der Stadt vorhanden. Die Errichtung eines Bades war auch einer der Wünsche, die an die Stadt im Zuge des Bürgerbeirates herangetragen wurden - bis in den Gemeinderat schaffte es dieser freilich nie, da dies als für eine Gemeinde unfinanzierbar gilt. Zumal die finanzielle Lage der Stadt eine sehr schwierige ist.

Einst viele Hallenbäder

Einst gab es in der Region Hallenbäder in Laa, Auersthal, Zistersdorf und Ladendorf. Laa wurde zugunsten der Therme geschliffen, Zistersdorf und Auersthal aus Rentabilitätsgründen geschlossen. Ladendorf blieb für den Schulbetrieb und diverse Kurse offen. Ein Breitenbad mit Erlebnischarakter ist es nicht.

Und auch politische Ankündigungen der Bezirks-ÖVP vor einigen Jahren, in Laa wieder ein Hallenbad bauen zu wollen, blieben das, was sie waren: Ein Wahlkampfgag.

„Bei Errichtungskosten von mehreren Millionen und einem geschätzten Abgang von mindestens einer Million Euro pro Jahr ist das aus heutiger Sicht nicht zu rechtfertigen“, sagt Mistelbachs Bürgermeister Alfred Pohl: „Noch dazu, wo es ganz nah in Laa eine doch großzügige Therme mit allen Finessen gibt!“

„Ist schon lange überfällig!“

Was sagen die NÖN-Leser zum Thema? „Ist schon lange überfällig!“, findet eine Leserin. Am Besten gleich mit Sauna, pflichtet eine Zweite bei. Andere sehen es realistisch: „Wollen kann man viel! Der Eislaufplatz war ein Flop, er war zu teuer und wurde daher geschlossen. Ein Hallenbad ist nicht leistbar!“, sagt eine dritte Leserin: „Wenn jemand einmal im Jahr schwimmen gehen will, dann soll er dafür nach Laa oder Ladendorf fahren!“

Warum ist kein Geld da? Ein Leser sieht die Gründe im „chronischen (Finanz-)Fiasko des Nitsch-Museums“.