Erstellt am 31. Mai 2016, 10:20

von Werner Kraus

Jugend einbinden. Kreuzberg-Treffen: Landsmannschaft will auch die Erbengeneration für ihre Sache interessieren. Hohe Auszeichnung für Hans G. Grech.

Hans Günter Grech wurde beim Südmährertreffen für seine Verdienste mit dem großen südmährischen Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Im Bild: Reinhard Künzl, Karl Wilfing, Hans Günter Grech, Franz Longin, Reinfried Vogler.  |  NOEN, Werner Kraus

Hans Günter Grech vom Kulturverband der Südmährer dankte beim heurigen Südmährertreffen am Kreuzberg Altdechant George van Horick für die Feier des Gedenkgottesdienstes beim Südmährerkreuz.

Beim Totengedenken wurde im Besonderen des erst kürzlich verstorbenen Ehrenobmanns der Landsmannschaft Thaya, Johann Ludwig aus Wildendürnbach gedacht.

Bürgermeister Reinhard Künzl betonte, dass der Gedenkmarsch des Brünner Bürgermeisters im Vorjahr ein wichtiges Zeichen für die Heimatvertriebenen war. Landschaftsbetreuer Franz Longin verlieh gemeinsam mit dem Präsidenten der sudentendeutschen Landsmannschaft Reinfried Vogler an Günter Grech das große südmährische Ehrenzeichen in Gold.

Longin betonte in seiner Ansprache, dass Alt-Landeshauptmann Siegfried Ludwig, ebenfalls ein Heimatvertriebener, und seine Wegbegleiter „hier die Fundamente, auf denen wir heute stehen, gelegt haben!“

Er rief aber auch dazu auf, die Erbengeneration in die Arbeit einzubinden, um so den Geist der Freiheit, der Gläubigkeit und der Nächstenliebe, die die Südmährer immer geprägt hatten, zu erhalten.

Landesrat Karl Wilfing gratulierte Günter Grech zur hohen Auszeichnung. „In 53 Jahren Kreuzbergtreffen ist viel geschehen.

Zu Beginn konnte man lange Jahre nur hinüberblicken und erst nach vielen Visaformalitäten nach Tschechien einreisen“, meinte Wilfing.

Er betonte aber auch, dass es in diesen 53 Jahren keine Zeit wie heute gab, wo die Nationalismen wieder in ganz Europa auferstehen.

„Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es uns immer am Besten ging, wenn wir offene Grenzen hatten und gemeinsam an der Entwicklung unserer Region arbeiteten!“, sagte Wilfing: „Dies steht auch im Mittelpunkt des Friedensprojektes Europäische Union mit all seinen Fehlern und Schwächen!“