Erstellt am 03. Dezember 2015, 05:03

von Ingrid Fröschl-Wendt

Kinder sollen Nein sagen. Filmhof-Chef Michael Rosenberg war für Präventionsprojkt bis nach Spanien geradelt. Jetzt können sich Schulen für Anti-Missbrauchsprojekt bewerben.

 |  NOEN

16.000 Euro hat Michael Rosenberg mit seinem waghalsigen Rad-Projekt erradelt. 16 Schulprojekte „Mein Korper gehört mir“ können die Lions damit nun finanzieren. Bei einem Lionstreffen im Filmhof Weinviertel wurde Bilanz gezogen.

Mithilfe von unzähligen Fotos nahm Extremradler Michael Rosenberg die Zuseher noch einmal mit auf die Reise ins 3.500 km entfernte Tarifa, aus dem er vor rund einem Monat nach drei Wochen auf dem Fahrrad zurückgekehrt war.

16 Schulen werden besucht

Dann blickte man in die Zukunft. Das ganze Jahr hatten Rosenberg und seine Lionskollegen ja für das Projekt die Werbetrommel gerührt und eifrig gesammelt. 16.000 Euro waren gesammelt worden. Nicht ganz das, was sich alle erhofft hatten – schließlich sollte pro Kilometer zehn Euro erzielt werden. Aber immerhin können mit dem gesammelten Geld 16 Schulen besucht werden.

Lions Past-Govenor Wolfgang Trenner, der das Projekt österreichweit betreut, stellt es vor: „Mein Körper gehört mir ist ein interaktives theaterpädagogisches Projekt“ für Kinder der 3. und 4. Volksschulklasse, das aus einem Elternabend und drei Vorführungen in der Klasse besteht. 1.500 Euro kostet ein Projekt, 1000 Euro übernehmen davon die Lions, 500 Euro müssen Schule und Eltern aufbringen. Bei kleineren Schulen können sich auch mehr Schulen für ein Projekt zusammen schließen.

Die Vorstellungen haben zum Ziel, den Kindern ein Gefühl dafür zu vermitteln, was ihnen gefällt oder was ihnen zuwider ist und das es gute und schlechte Geheimnisse gibt. Es soll die Kinder ermutigen, Nein zu sagen, wenn sie eine Situation negativ empfinden, und dass sie sich Hilfe holen dürfen, auch wenn es ihnen ausdrücklich verboten wurde.

 „Wenn wir nur ein Kind vor Missbrauch
schützen können, ist es das alles wert.“

„2011 wurde die Nachhaltigkeit geprüft. Und tatsächlich haben die Kinder bei Versuchen nach dem Besuch eines derartigen Projektes richtig reagiert“, berichtete Trenner. „Wenn wir nur ein Kind vor Missbrauch schützen können, ist es das alles wert.“

Einige Schulen hatten sich bereits für das Projekt interessiert und waren zur Präsentation gekommen. Bei Interesse können sich Elternvertreter oder Schulen beim Lionsclub Weinviertel Nord melden: Präsident Karl Nagl: 0676/8787 85 111 oder per Mail: mail@lc.weinviertelnord.at