Erstellt am 16. September 2015, 06:47

von Ingrid Fröschl-Wendt

„Es gibt viel zu schauen“. Mit einem großen Fest präsentierte sich die Pfarrkirche Staatz in neuem Glanz, Pfarrgemeinde beteiligte sich kräftig an den Kosten.

Pfarrgemeinderat und Ehrengäste feierten den Renovierungsabschluss der Kirche Staatz: Josef Gassler, Beate Fritz, Eduard Böhm, Cornelia Berthold, Gudrun Strobl, Franz Suchna, ... Baukoordinator Franz Mayer, Karin Schmid, Andreas Schmid, Dominik Hiller, Franz Fritz, Harald Gnilsen vom Bauamt der Erzdiözese Wien, Weihbischof Stephan Turnovszky, Ernst Fröschl, Pfarrer Philipp Seher, Christoph Steiner, Wiltrud Seher, Francesca Fritz, Maria Gruber, Joey Augusty, Bürgermeister Leopold Muck, Maria Eder, Heidi Holzapfel, Johann Holzapfel und Gerti Wolfram.  |  NOEN, Ingrid Fröschl-Wendt

Ich bemerke in den Messen, dass die Leute viel schauen“, erzählte Pfarrer Philipp Seher nach dem Festgottesdienst, den er gemeinsam mit Weihbischof Stephan Turnovszky anlässlich des Abschlusses der Innenrenovierung der Pfarrkirche gehalten hatte.

Und es gibt wahrhaft viel zu Schauen in der Staatzer Kirche, denn im Rahmen eines gewaltigen Projektes hatte ein Restauratorenteam die in den 70er Jahren übermalten Fresken der 108 Jahre alten Kirche wieder hervorgeholt.

Doch das war noch nicht alles: Der Altarraum wurde umgestaltet, die Statuen und Altäre restauriert, ein Beicht- und Aussprachezimmer eingerichtet, ein WC eingebaut, der Taufbrunnen versetzt, Elektro-Installationen erneuert, eine neue Tonanlage und ein Beleuchtungskonzept eingebaut und der Kircheneingang durch eine Rampe behindertengerecht gemacht.

Über 46.000 Euro Spendengelder gesammelt 

Franz Fritz, der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, lieferte nach der Festmesse einen arbeitsreichen Bericht: Nach der Außenrenovierung 2002 wurde zuerst die Sanierung des maroden Pfarrhofes angedacht.

Doch 2010 wurde klar, dass der Zustand der Kirche für einen würdigen Gottesdienst nicht mehr gegeben war. Also entschloss man sich nach vielen Besprechungen und Finanzplänen für die Sanierung, die sich schließlich als Herkulesaufgabe entpuppte. 460.000 Euro waren veranschlagt worden, die Finanzierung in der üblichen Drittellösung aufgeteilt: Ein Drittel ein Zuschuss der Erzdiözese Wien, ein Drittel ein zinsenloses Darlehen und ein Drittel hatte die Pfarrgemeinde aufzubringen.

„Dass die Pfarre Staatz mit diesem Projekt nicht in den Ruin getrieben wird, haben wir der Spendenbereitschaft der Bevölkerung zu verdanken“, freute sich Franz Fritz: Mithilfe einer Bausteinaktion und einer Haussammlung wurden über 46.000 Euro Spendengelder aufgetrieben. Auch die Gemeinde Staatz und das Land NÖ hatten zugeschossen.

1.4000 Arbeitsstunden von 78 Helfern

Und viele Arbeiten konnten in Eigenregie erledigt werden: 1.400 Stunden von 78 Helfern. Über 100 Stunden davon gehen allein auf das Konto von Franz Suchna, bedankte sich Fritz. All das wurde nun am Sonntag in einem feierlichen Festgottesdienst gefeiert, denn das Ergebnis ist wahrlich beeindruckend.

Doch für Organisator Franz Fritz ist noch nicht alles zu Ende. Jetzt hat er erst noch den Pfarrheurigen zu organisieren, der von 2. bis 4. Oktober im Pfarrsaal stattfindet. Schließlich gehören ja die Raten bezahlt.