Kirchstetten

Erstellt am 02. August 2016, 12:13

von Ingrid Fröschl-Wendt

Premierentag in Frauenhand. Auch wenn die Donizetti-Oper, die am Samstag auf Schloss Kirchstetten seine Premiere hatte und damit den Startschuss für das Sommerfestival im „kleinsten Opernhaus Österreichs“ gab, „Don Pasquale“ heißt – am Premierentag war doch alles fest in Frauenhand.

So begrüßte Bürgermeisterin Erni Rauscher die Opernliebhaber, unter anderem die Nationalratsabgeordnete Eva Maria Himmelbauer sowie Bezirkshauptmann Verena Sonnleitner, und lud zum Opernwein der Bad Pirawarther Jungwinzerin Irmi Stich ein. Auch die begleitenden Ausstellungen wurden von Frauen bestückt: Gabriele Rabl und Edith Wolf. Und eigentlich – Opernfreunde werden es wissen – ist auch in „Don Pasquale“ ohnehin die Sopranrolle Norina die eigentliche Siegerin dieses turbulenten und humorvollen Kampfes der Geschlechter.

Und doch – so ganz allein wurden die Frauen in Kirchstetten nicht gelassen. Denn für Aufführung und reibungslosen Ablauf waren die Männer zuständig: wie Intendant Stephan Gartner, der auch Geschäftsführer des Viertelfestivals Niederösterreich ist, Hooman Kalatbari, seit 17 Jahren der künstlerische Leiter der Opernproduktionen, und Czaba Nemedi, der als Regisseur für eine interessante Interpretation der Opernkomödie sorgte. Allerdings, und da bewahrheitet sich Theorie eins, mit der starken Hilfe von Frauen: Eva Drnek, Etelka Polgar und Gianpiera Bühlmann, die für die fantasievolle Ausstattung zuständig war.

Unter den Premierengästen teilte sich das Geschlechterverhältnis gleichmäßig auf, wie bei Künstler-Ehepaar Birgit und Peter Kainz, Gebauer & Griller-Alt-Chef Karl Fröschl mit Gattin genauso wie Alt-Bürgermeister Heinz Eberlein und Alt-Bauernkammerobmann Johann Fally mit Gattin Hilde. Auch der neue Gastro-Chef Jürgen Steindorfer war mit Ehefrau als Unterstützerin im Einsatz. Und Klassikfestival-Obmann Günter Gartner kann ohnehin nicht ohne die ordnende Hand von Gattin Aloisia auskommen.