Erstellt am 22. September 2015, 12:36

von Werner Kraus

Juwelenhochzeit gebührend gefeiert. Rosina und Anton Miksch freuen sich schon auf Kronjuwelenhochzeit.

 |  NOEN, Werner Kraus

Das seltene Fest der Juwelenhochzeit feierten Rosina und Anton Miksch. „Das sind 72,5 gemeinsame Jahre“, betonte Bürgermeister Reinhard Künzl und überreichte dem Jubelpaar eine Hochzeitskerze, die Beate Künzl für alle Jubelpaare per Hand anfertigt.

Nach der Juwelenhochzeit gibt es noch die Kronjuwelenhochzeit mit 75 Jahren, die das Jubelpaar noch gerne in zweieinhalb Jahren feiern möchte. Anton Miksch hat heuer auch seinen 100. Geburtstag im Rahmen eines Dankgottesdienstes mit der gesamten Dorfgemeinschaft gefeiert.

Rosina Miksch ist um fünf Jahre jünger. Die beiden haben gemeinsam eine kleine Landwirtschaft und haben im Krieg 1943 während eines Heimaturlaubes geheiratet. Ihre Tochter Maria Stangel kümmert sich um sie. Unter den Gratulanten auch Bezirkshauptmann Verena Sonnleitner, die eine Ehrengabe des Landes NÖ überbrachte.

Anton Miksch war sieben Jahre im Krieg und entkam im Todeskessel von Stalingrad nur durch einen zufällig zugeteilten Heimaturlaub. Auch in der Normandie und in Kiew war er als Elitesoldat der deutschen Wehrmacht eingesetzt.

Er war auch dabei, als die Kriegsheimkehrer aus Kleinschweinbarth ihr Gelöbnis einlösten und gemeinsam den Fatimaberg auspflanzten und die Fatimastatue spendeten. Dies war vielen ein Anliegen, da auch der Ort vom Krieg verschont geblieben ist. Zur Segnung kam im Jahr 1956 sogar Kardinal Innitzer nach Kleinschweinbarth.