Erstellt am 22. November 2015, 05:03

von Ingrid Fröschl-Wendt

Knapp 100 Prozent für „Elisir D‘Amore“. Intendant Stephan Gartner ist mehr als zufrieden: Neue Konzepte gingen auf, die Besucherzahlen stiegen in die Höhe.

Die Oper »Der Liebestrank« hatte es den Zuschauern eindeutig angetan. Der Intendant des Klassikfestivals, Stephan Gartner, freut sich über eine Auslastung von 99,1 Prozent.  |  NOEN, Klassikfestival

Von dieser Auslastung können große Opernhäuser träumen: 99,1 Prozent, schwärmt Stephan Gartner, Intendant des Klassikfestivals Schloss Kirchstetten, habe die heurige Opernproduktion, Donizettis „Elisir D’Amore – Der Liebestrank“ erreicht. „Damit hat unser Neustart mit dem Schwerpunkt Belcanto gut funktioniert.“ Wenn die Nachfrage nach den Karten ein bisschen früher explodiert wäre, hätte das Festival sogar noch eine Zusatzvorstellung einschieben können. „Zum Schluss hatten wir rund 80 Personen auf der Warteliste.“

Aber vielleicht geht es sich im nächsten Jahr aus, da gibt es wieder Donizetti, diesmal mit seiner zweiten bekannten Oper „Don Pasquale“, ein musikalisches Kammerspiel voller Witz und Intrigen. Denn die Kirchstettner wollen dem Konzept treu bleiben, im Sommer Belcanto und eine leichte, spritzige Komödie zu bringen.

Doch nicht nur das Herz des Klassikfestivals hat sich in diesem Jahr prächtig entwickelt, auch das neue Konzept, die Termine zu splitten und den Herbst mit einzubeziehen hat sich bewährt: „Heiße Sommerabende haben sich bei den Besucherzahlen bemerkbar gemacht, da haben die Leute lieber zu Hause gegrillt als ins Konzert zu gehen.“ Zum Herbst passte es viel besser, abends, wenn es dunkel wird, auszugehen und sich gute Musik anzuhören.

„Zum Glück konnten wir mithilfe der
modernen Medien fast
alle Kartenbesitzer vorher erreichen.“
Intendant Gartner

„Die Konkurrenz guter Konzerte wird in der Region immer größer“, sagt Gartner. Doch die Kirchstettener Idee, den Abenden ein Motto zu geben, habe funktioniert. „Das ist leichter kommunizierbar.“ Hier war die Auslastung sehr gut. „Im Durchschnitt hatten wir rund 20 Prozent mehr Besucher.“

Der Dauerbrenner „Klassik unter Sternen“ hatte sich trotz widriger Umstände sehr gut gehalten. Das Konzert wurde wegen eines drohenden Unwetters verschoben, trotzdem kamen beim zweiten Termin über 1.000 Gäste. „Zum Glück konnten wir mithilfe der modernen Medien fast alle Kartenbesitzer vorher erreichen“, ist Gartner erleichtert. Nächstes Jahr werde es von Beginn an einen möglichen Ersatztermin geben.

Zufrieden ist der Intendant auch mit der Idee, zum Abschluss etwas von der Klassik abzurücken und beim „herbstKLANG weinviertel“ Hochqualitatives aus dem Weinviertel zu bieten.

Im nächsten Jahr will man den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die neuen Karten gibt es ab dem 30. November.