Erstellt am 17. Mai 2017, 04:00

von David Aichinger

Änderung fast auszuschließen. David Aichinger über das Urteil des Verbands und den Stockerauer Einspruch.

Das Duell Stockerau – Wolkersdorf geht in die Verlängerung, oder treffender, schon ins Elfmeterschießen. Der Verband hob den Sieg der Stockerauer am Freitag auf und sprach Wolkersdorf die drei Punkte zu. Stockerau entschied am Montag, Protest gegen dieses Urteil einzubringen. Fortsetzung folgt!

An diesem Zwischenpunkt angekommen, kann man für beide Vereine Verständnis aufbringen. Wolkersdorf hat das erste Tor von einem Spieler kassiert, der in der Vorwoche Gelb-Rot gesehen hatte. So ziemlich jeder Verein in dieser Situation würde der Sache nachgehen und sich nach Zuspruch des Verbands bestätigt fühlen.

Stockerau beharrt darauf, dass man den Schiri vor der Unterschrift des Spielberichts auf den Fehleintrag bei der Gelb-Roten Karte hingewiesen hätte. Dieser sei aber bei Dafert geblieben. Entspricht diese Schilderung der Wahrheit, ist es verständlich, dass sich Stockerau ungern als Alleinschuldigen dargestellt sieht. Was die Schiris selbst ausgesagt haben und ob es Konsequenzen für sie gab, wird nicht kommentiert. Da fehlt es an Transparenz.

Tatsache dürfte aber sein, dass Stockerau in seinem Protest keine neuen Fakten vorlegt, sondern sich auf die eigenen Aussagen der ersten Verhandlung beruft. Dass sich am Urteil etwas ändert, dürfte aus diesem Grund fast auszuschließen sein.