Erstellt am 23. März 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Als Dramaqueen auffallen wollen. Michael Pfabigan über die Logik der Oppositionspolitik.

Da soll noch einer sagen, dass die Opposition für die Fische ist: In Mistelbach fiel ihr ein Verfahrensfehler im Rechnungsabschluss auf, in Wolkersdorf wollte sie die Werte der Gemeindeliegenschaften und Immobilien als Aktiva vermerkt haben – eine gesetzliche Pflicht dafür gibt es erst ab 2019/20.

Beides eine gute Sache an sich. Das Problem: Sowohl in Mistelbach als auch in Wolkersdorf kamen die Parteien während der Gemeinderatssitzung mit diesen Infos/Wünschen – als ob es nicht die Ausschüsse und Stadträte, in denen sowohl die Mistelbacher Liste aktiver Bürger als auch die Wolkersdorfer WUI und MIT:uns sitzen, gäbe. Als mehr oder weniger alte Hasen in der Politik wissen sie natürlich, dass sie mit solchen kurzfristig vorgebrachten Anträgen kaum etwas erreichen können.

Aber vielleicht ist das ja auch Teil oppositioneller Logik: In den nicht öffentlichen Sitzungen schweigen, in der öffentlichen Sitzung laut fordern und dann hollywoodreif und publikumswirksam die politische Dramaqueen spielen.