Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Michael Pfabigan

Das Kreuzerl ist Privatsache. Michael Pfabigan über den Wahleinspruch beim Roten Kreuz.

Aufregung beim Roten Kreuz: Bei der Bezirksstellenleiterwahl habe es nicht die Möglichkeit gegeben, geheim zu wählen, sagen Kritiker. Es habe keine Wahlzellen oder Paravent gegeben, hinter denen man diskret sein Kreuzerl machen hätte können. Jede kleine Feuerwehr hatte das zu Beginn des Jahres geschafft, umzusetzen.

Stimmt. Die Krux liegt im Detail: Während die Feuerwehren vom Landesverband dezidiert informiert wurden, dass zumindest eine Wahlzelle vorhanden sein muss, ist in den Satzungen des NÖ Roten Kreuzes lediglich geregelt, dass mit Stimmzettel gewählt werden muss, eine Wahlzelle ist explizit nicht erwähnt. Zudem ist es beim Roten Kreuz möglich, sich mittels Vollmacht bei der Wahl vertreten zu lassen.

Ob die Wahlanfechtung gerechtfertigt ist? Das muss das Wahlkomitee entscheiden. Tatsache ist aber auch, dass mit etwas Fingerspitzengefühl kein Problem gewesen wäre, einfach einen Paravent zur diskreten Kreuzerlsetzung aufzustellen. Das Recht auf geheime Wahlausübung muss gewährt werden.