Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Folgt Vojtas späte Rache?. Peter Sonnenberg über Leichtathlet Andreas Vojta.

Er kann wieder lachen – für den Gerasdorfer Mittelstreckenläufer Andreas Vojta endete am Sonntag die Hallensaison mit dem Staatsmeistertitel über 1.500 Meter, dem insgesamt siebenten in Folge in der Halle. Noch viel wichtiger als der Titel ist aber die Erkenntnis, dass nach anderthalb Jahren voller Pleiten, Pech und Pannen die Formkurve endlich wieder nach oben zeigt. In einer Olympiasaison wäre die Spitze dieser Kurve das Ticket für Rio.

Bis dahin wartet freilich noch ein beschwerlicher Weg auf den 25-Jährigen. In den nächsten Wochen stehen harte Grundlageneinheiten auf dem Programm. Diese zu absolvieren, fällt mit der Gewissheit, in guter Form zu sein, aber um vieles leichter.

Sollten Vojtas gute Leistungen auch in der Freiluftsaison weitergehen, winkt neben den Olympischen Sommerspielen noch ein zweiter „Preis“: Nach seinem Tief Ende 2014 wurde er ja aus dem Olympia-Förderkader gestrichen, obwohl er in den Förderzeiträumen neue Bestzeiten lief und nur bei den Großereignissen patzte. Ein Umstand, der Vojta heute noch sauer aufstößt. Viele schrieben den Gerasdorfer danach schon ab. Mit viel Beharrlichkeit hat er sich wieder zurückgearbeitet. Die Qualifikation für Rio wäre daher auch die späte Rache für die Ausbootung.