Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Heldentat war’s trotzdem keine. Peter Sonnenberg über den Kettlasbrunner Flitzer Johannes Faber.

Ein unglaubliches Medienecho im gesamten deutschsprachigen Raum verursachte der Kettlasbrunner Flitzer Johannes Faber beim Champions League Viertelfinalhinspiel zwischen Wolfsburg und Real. Egal ob in den Printmedien oder im Radio, der junge Weinviertler war in aller Munde. Fast könnte man meinen, er hätte selbst das entscheidende Tor in diesem Spiel geschossen.

Klar, die Aktion war witzig – zumindest für alle Außenstehenden und all jene, die Faber persönlich kennen. Ganz zu schweigen vom Werbeeffekt für die 3. Klasse. Gleich im ersten Spiel seiner Kettlasbrunner kamen an die 200 Leute – keine Selbstverständlichkeit in der untersten Klasse. Dennoch bleibt es eine Tatsache, dass „Flitzen“ strafbar ist und das aus gutem Grund.

Schließlich soll es ja um die Spieler auf dem Feld gehen und nicht um jene, die auf das Feld rennen. Nach dem Nacktflitzer beim 3. Klasse-Derby Michelstetten gegen Schletz im Spätherbst sollte es jetzt dann also gut sein mit diesen Späßen. Erstens, weil es jetzt nichts Neues mehr ist, und zweitens, weil es wieder um das Geschehen auf dem Spielfeld gehen soll. Und zwar egal, ob in der Champions League oder 3. Klasse Mistelbach.