Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:03

von Michael Pfabigan

Jammern auf hohem Niveau. Michael Pfabigan über die Diskussion über Gemeindefinanzen in Wolkersdorf.

Mal ehrlich: Es gibt genügend Gemeinden, die mehr Gründe hätten, ihre Gemeindefinanzen kritisch zu hinterfragen und projektierte Vorhaben abzuwägen. Wolkersdorf steht gut da, von den Einnahmen bleiben jährlich zwei Mio. Euro für Vorhaben der Stadtgemeinde. Die Verschuldung ist moderat, die Wahrscheinlichkeit, dass sich einnahmenseitig etwas drastisch ändert gering. Finanzexperten geben Wolkersdorfs Haushaltsgestaltung in Schulnoten eine solide plus Zwei.

Wie kommt also die Opposition dazu, im Gemeinderat zu postulieren: „Wolkersdorf darf nicht Schwechat werden“? Zu einer Stadt, der die Kosten ihrer Infrastruktur über den Kopf gewachsen sind? Die Sorge um die Gemeindefinanzen und nachhaltiges Wirtschaften spielen sicher eine Rolle.

Einen nicht unwesentlichen Anteil wird auch politischer Aktionismus spielen: Wie sonst ist es zu erklären, einerseits gegen den Bau des Platzes der Generationen zu sein, andererseits aber die Mitfinanzierung beim Pfarrzentrum, noch ohne Betriebskonzept, einzufordern?