Mistelbach

Erstellt am 18. August 2016, 02:36

von Sandra Frank

Fahr nicht fort, kauf‘ im Ort. Sandra Frank über das richtige Setzen von Prioritäten.

„Das sind Tatsachen, kein Raunzen“, sagt Bauernkammerobmann Hermann Stich über die niedrigen Getreidepreise. Wohl wissend, dass seinem Berufsstand das Raunzen und Sudern oft vorgehalten wird.

Um auf Probleme aufmerksam zu machen, muss man sie aber ansprechen dürfen. Und das Problem der Bauern ist nun einmal, dass vielen das Bewusstsein für regionale Produkte fehlt.

Und das, obwohl die Vorteile auf der Hand liegen: Man kann sie vor Ort kaufen, man weiß genau, wo sie herkommen, sie sind gesünder.

Aber es ist natürlich einfacher, bei Handelsketten in der Backbox sein Gebäck zu kaufen und auch gleich das Gemüse mitzunehmen. Das ist nicht nur bequemer, sondern auch billiger.

Man sollte sich aber fragen, ob hier nicht die Prioritäten falsch gesetzt werden. Für ein neues Handy gibt man bereitwillig ein paar hundert Euro aus.

Bei Erdäpfeln und Paradeisern geht‘s dann plötzlich darum, wo das Kilo um ein paar Cent weniger kostet. Doch diese paar Cent sollte einem die Landwirtschaft, die das Weinviertel ausmacht, wert sein.