Erstellt am 20. April 2017, 04:00

von Michael Pfabigan

Jugend darf radikal sein. Michael Pfabigan über den politischen Umgang mit Kritik aus der Jugend.

Klar sind sie unangenehm: Diese frechen Jungen, die da reinreden und alles besser wissen wollen. Und den alten, arrivierten Politikern sagen wollen, was sie wie zu tun haben. Wie man damit umgeht, ist dann halt die Frage der inneren Haltung, ob man einen selbstbewussten Nachwuchs haben will oder nicht.

Die Grünen schmissen jüngst die aufmüpfigen Jungen Grünen aus der Partei, im Bezirk sieht man diesen Schritt kritisch. Wie gehen/gingen die anderen Parteien mit der Jugend um? SPÖ-Alt-Chef Werner Kummerer hielt immer die Hand schützend über seine Parteijugend, wenn die wieder einmal übers (parteimäßig definierte) Ziel schoss. Und ÖVP-Landesrat Karl Wilfing hatte als JVP-Chef einst sogar Landeshauptmann Siegfried Ludwig zum Rücktritt aufgefordert. Und beides hat keiner Partei geschadet.

Die Jugend darf Ecken und Kanten haben, die Jugend darf und muss mit extremeren Positionen Grenzen ausloten, um das politische Spiel zu lernen. Rausschmeißen bringt da nix.