Erstellt am 13. Juli 2016, 05:00

von Michael Pfabigan

So vertreibt man Wirte. Michael Pfabigan über wirtefeindliche Ansätze der Wolkersdorfer Opposition.

Wolkersdorfs Opposition will, dass der künftige Pächter des Gemeindewirtshauses in Obersdorf bei der Küche und vielleicht auch beim Schanigarten mitzahlt, wenn das seit Jahren leer stehende Objekt endlich saniert wird. Es soll damit sein Wille, Dauerhaftes zu schaffen, dokumentiert werden.

Einen Effekt hatte diese Forderung zumindest schon: Ein potenzieller Bewerber ist wieder abgesprungen. Sind die Forderungen klug?

Nicht wirklich. Denn: Einen Wirten zu finden, ist nicht leicht - sonst stünde das Wirtshaus nicht schon seit Jahren leer. Dass sich ein Wirt auf Dauer hält – eine schöne Fantasie.

Gesetzt den Fall, es findet sich ein Wirt, der bereit ist, zu investieren, und er schafft es dann doch nicht zu überleben: Dann kann die Gemeinde mit ihm über die Ablöse der mitfinanzierten Küche verhandeln.

Warum nicht einfach die Basics schaffen und dem Wirten ein solides Umfeld bieten? So wäre sichergestellt, dass es ein Gastronom auch längere Zeit schafft. Der Anfang ist ohnehin schwer genug.