Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von Peter Sonnenberg

Standing wurde hart erarbeitet. Peter Sonnenberg über das Derby Michelstetten gegen Schletz.

Weit über 500 Zuschauer bei einem Spiel der 3. Klasse – unglaublich oder? Das prestigeträchtige Derby zwischen den Michelstettnern und Schletzern lockt in regelmäßigen Abständen viele hunderte Zuschauer an. Was sich diesmal am Samstagabend aber abspielte, toppte alles Vergangene. Nicht nur einmal machte der Satz die Runde: „Ich habe im Fußball schon viel erlebt, aber nicht das hier.“ Was macht aber den Reiz dieses Nachbarschaftsduells zwischen zwei Mittelständlern aus?

Nun, zum einen die gesunde und seit Jahren gewachsene Rivalität der zwei Ortschaften im Asparner Gemeindegebiet. Zum anderen, das vor allem aufseiten der Michelstettner fast nur einheimische Spieler im Kader stehen. Das sorgt für eine tiefe Verbindung in den Ortschaften. Und schließlich die Liebe zum Fußball, die so viele Weinviertler Fußballfans auf den Sportplatz lockte:

Ein mit Herzblut und persönlichem Engagement gepflegter Rasen, der an englische Fußballstadien erinnerte. Ein Organisationsteam, das den großen Andrang im Griff hatte. Und auch nicht in Versuchung kam, die Preise in der Kantine zu erhöhen. Mit anderen Worten: Fußball pur in seiner schönsten Form. Und diese Form wird immer Fans anziehen. Egal ob in der Landesliga oder 3. Klasse.